Zentrale von Intel in Santa Clara (Kalifornien)

US-Chiphersteller in der Krise Intel streicht 12.000 Stellen

Stand: 20.04.2016 01:01 Uhr

Der Chiphersteller Intel hat sich eine Schrumpfkur verordnet und baut bis Mitte 2017 weltweit 12.000 Jobs ab. Der Konzern hatte über Jahre vom Geschäft mit Prozessoren für PCs profitiert, litt zuletzt aber am Trend zu Mobilgeräten. Intel will sich neu ausrichten.

Der weltgrößte Chipkonzern Intel hat einen massiven Stellenabbau angekündigt. Nach Unternehmensangaben sollen bis Mitte nächsten Jahres 12.000 Jobs gestrichen werden; das sind elf Prozent der Arbeitsplätze in dem Konzern. Die meisten betroffenen Angestellten sollen innerhalb der kommenden 60 Tage informiert werden. Mit dem Sparprogramm will Intel langfristig die jährlichen Kosten um 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) senken.

Der Konzern hatte über viele Jahre hinweg ein lukratives Geschäft mit Prozessoren für PCs gemacht. Er leidet deshalb stark unter dem anhaltenden Trend zu Mobilgeräten sowie der zunehmenden Speicherung von Daten nicht auf dem heimischen Computer, sondern im Internet.

Cloud-Dienste als neue Schwerpunkte

Unternehmenschef Brian Krzanich kündigte deshalb nun an, die Umstrukturierung des Konzerns forciert voranzutreiben. Zu den neuen Schwerpunkten von Intel gehören sogenannte Cloud-Dienste, also Online-Speicher für den flexiblen Zugriff auf Daten von verschiedenen Orten und Geräten aus.

Auch im "Internet der Dinge", also der Vernetzung und Fernsteuerung von Autos, Kühlschränken und anderen Maschinen, sieht Intel seine Zukunft. Erste Erfolge der neuen Strategie macht der Konzern bereits aus. Die parallel zum Stellenabbau bekannt gegebenen Quartalszahlen wertete Krzanich als Beleg, dass der Umbau "gut vorangeht".

Intel verzeichnete einen leichten Anstieg des Gewinns um drei Prozent auf zwei Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro). Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. April 2016 um 09:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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Karl der Hammer 20.04.2016 • 09:08 Uhr

Eduard Schneedingsda machte den EDV-Wettbewerbsvorteil der VSA z

Der junge Held Eduard Schneedingsda hat mehr getan, als die VSA mit Aristoteles - „Weiterhin wird sich der Tyrann bemühen, stets zu wissen, was die Untertanen sagen oder tun; er unterhält Beobachter, (…) wo immer eine Zusammenkunft und eine Versammlung stattfand; denn dann reden die Menschen weniger offen, da sie diese Horcher fürchteten, und wenn sie offen reden, wird es leichter bekannt.“ - als Tyrannei zu entlarven, weshalb das Gerede der VS-Anhänger von der freien Welt nur noch für Gelächter sorgt. Schneedingsda hat auch den ideellen Wettbewerbsvorteil der VS-amerikanischen EDV-Konzerne zunichte gemacht: Solange die liberale Gaukelei der VSA nicht entlarvt war, glaubte man auf dem Erdenrund, daß seine Daten bei den VS-Konzernen vor dem Zugriff dritter und besonders des Staates gut geschützt seien. Dieser Aberglaube ist nun zunichte und so müssen die VS-Konzerne nun gegen ihre chinesischen Rivalen beim Preis und der Qualität bestehen und bei beiden sieht es für sie zappenduster aus.