Monteure arbeiten an Naben für Windkraftanlagen in Rostock. | dpa

Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute Forscher erwarten moderates Wachstum

Stand: 14.04.2016 12:04 Uhr

Die deutsche Wirtschaft wird nach der Prognose der führenden Wirtschaftsinstitute weiter moderat wachsen. In ihrem Frühjahrsgutachten sagen die Forscher für 2016 ein Wachstum von 1,6 Prozent voraus. Auch die Zahl der Beschäftigten soll steigen.

Wirtschaftsforscher erwarten für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,6 Prozent. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor erwartet. 2017 soll das Wachstum bei 1,5 Prozent liegen. Auch für den Arbeitsmarkt sagen die Ökonomen Wachstum voraus: die Zahl der Erwerbstätigen soll in diesem Jahr um rund 500.000 auf 43,5 Millionen steigen. 2017 sollen es knapp 44 Millionen sein.

Trotz der zunehmenden Beschäftigung werde aber die Arbeitslosigkeit im nächsten Jahr von 2,7 auf 2,8 Millionen ansteigen. Als Grund nannten die Forscher, dass sich die Zahl der Flüchtlinge verstärkt auf dem Jobmarkt niederschlage.

Geringe Inflation und niedrige Zinsen, steigende Löhne und die anziehende Beschäftigung sollen laut Gutachten auch den privaten Konsum kräftig anschieben. Die Experten rechnen damit, dass die Verbraucher in diesem Jahr 2,1 Prozent mehr ausgeben als 2015.

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KOMMENTARE

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Karl der Hammer 14.04.2016 • 15:30 Uhr

Der Kalauer mit der Planübererfüllung scheint nicht mehr zu wirk

Man fühlt sich bei diesen Verlautbarungen immer mehr an Georg Oderguts Büchlein 1984 erinnert, wo der Held Windstein den arbeitenden Massen in Ozeanien kundtun darf, dass die Schokoladenzuteilung von 30 Gramm auf 25 Gramm erhöht worden sei! Irgendwie scheint auch das Volk die ständigen Wirtschaftserfolgsmeldungen nicht mehr sonderlich ernst zunehmen: Die Preise steigen, die Löhne bleiben gleich, vom angeblichen Fachkräftemangel weiß das Volk auch nichts und das Land verfällt mehr und mehr (außer ich bin der Einzige, der den Eindruck hat, dass die Straßen noch niemals nach dem Winter so schlecht instand gesetzt worden sind wie in diesem Jahr, überall gibt es neuerdings Schlaglöcher). Dazu kommen ständig neue Schreckensnachrichten über das inflationäre Spielgeld Euro, welchem wir Deutschen es zu verdanken haben, daß wir nun für die Schuldenmacherei von ganz Europa aufkommen sollen. Eine Weile mag man also noch diese Jubelmeldungen verbreiten, aber mitjubeln tut schon lange niemand mehr.