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Ratingagentur sieht "stabilen" Ausblick Auch Fitch bleibt bei Bestnote für Deutschland

Stand: 08.08.2012 20:58 Uhr

Die Ratingagentur Fitch hat die beste Bonitätsnote Deutschlands bestätigt. Das Rating laute weiter AAA mit einem stabilen Ausblick, teilte die Agentur mit.

Trotz der europäischen Schuldenkrise entwickle sich die deutsche Wirtschaft weiter robust, hieß es zur Begründung. Deutschland habe ungeachtet der nur fragilen Erholung der Weltwirtschaft und der Verschlimmerung der Eurokrise ein starkes Wachstum erzielt. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wirkt nach Einschätzung der Fitch-Analysten Konjunktur zudem stützend und verstärkt die positive Entwicklung. Als Folge profitiere Deutschland von einem Kapitalzufluss, weil es als sicherer Hafen gelte.

Allein Moody's sieht schlechtere Aussichten

Anfang August hatte auch Standard & Poor's die Bestnote Deutschlands bestätigt. Dagegen schürte der Konkurrent Moody's Ende Juli Sorgen vor einer Überforderung Deutschlands, als er den Ausblick von "stabil" auf "negativ" senkte.

In den kommenden Monaten wird Moody's anhand der weiteren Entwicklung entscheiden, ob sie Deutschland die Spitzenbonität wegen der unsicheren Aussichten in der Schuldenkrise aberkennt. Moody's änderte damals auch den Ausblick von mehreren Bundesländer, Banken und Staatsunternehmen sowie den Euro-Rettungsfonds EFSF auf "negativ".

Herabstufung für Slowenien

Schlechte Noten gab es von Fitch dagegen für Slowenien. Die Ratingagentur senkte die Kreditwürdigkeit des Landes um eine Note auf A-. Grund seien die Verschlechterung des Zustands des slowenischen Bankensektors sowie Verzögerungen bei der Umsetzung eines Regierungsplans zur Rekapitalisierung, hieß es.

Der Markt der Ratingagenturen wird von den drei großen Agenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch dominiert.

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