Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Spanien. | dpa

Arbeitslosigkeit im Euroraum Niedrigster Wert seit 2008

Stand: 31.05.2018 12:02 Uhr

Die gute Konjunktur in der Eurozone macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Zuletzt waren 2008 so wenige Menschen im Euroraum ohne Job. Malta überholt Deutschland als Spitzenreiter.

Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist auf den tiefsten Wert seit rund neuneinhalb Jahren gefallen. Im vergangenen Monat waren rund 13, 9 Millionen Menschen in der Eurozone ohne Job, eine Quote von 8,5 Prozent, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Zuletzt war ein solch niedriger Wert 2008 erreicht worden.

Im Vergleich zum März fiel die Quote um 0,1 Prozent, was 56.000 weniger Menschen ohne Beschäftigungsverhältnis bedeutet. Im Jahresvergleich sank die Zahl der Arbeitslosen sogar um fast 1,1 Millionen.

Vor allem der konstante Wirtschaftsaufschwung wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt der Eurozone aus. Noch vor ein paar Jahren, zur Hochzeit der Euro-Schuldenkrise 2013, sah das ganz anders aus. Die Quote schoss teilweise um zwölf Prozent in die Höhe.

Deutschland auf Platz zwei bei niedrigster Arbeitslosenquote

Deutschland landet im Vergleich zu anderen EU-Staaten auf Platz zwei. Eurostat ermittelte für die Bundesrepublik einen Anteil von 3,4 Prozent. Die Zahlen unterscheiden sich von der monatlichen Bilanz der Bundesagentur für Arbeit, die für den April einen Wert von 5,3 Prozent an Arbeitslosen angab. Der Grund sind unterschiedliche Berechnungsgrundlagen der Behörden. Spitzenreiter in Sachen geringe Arbeitslosigkeit im Euroraum ist Malta mit 3,0 Prozent.

Mit einer Quote von 20,3 Prozent sind in Griechenland die meisten Einwohner ohne Job, gefolgt von Spanien mit 15,9 Prozent.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. April 2018 um 13:53 Uhr.

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KOMMENTARE

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michel56 31.05.2018 • 18:04 Uhr

@Am 31. Mai 2018 um 16:53 von karwandler

Und wer trägt seit je her die Zeche u. muß davon leben ;mieten usw.?Je mehr Zwischenhändler in diesem Falle meiner Arbeitskraft desto teurer wird es?Sind wir denn nur noch ein Baukastensystem mit dem der Kapitalgeber zusammenstellen kann was er will u. nach ihm die Sinnflut Hauptsache der Shareholder stimmt u. die Gewinnmaximierung. Welche Chance hat da der soziale bzw. verantwortungsvolle Arbeitgeber denn noch geschweige Arbeitnehmer?Für den gelten eben ihn fördernde Spielregeln nicht u. das ist kein Zufall.