Arbeiter bei einem Stahlröhrenhersteller in Rostock

Rekord bei Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland 43 Millionen haben einen Job

Stand: 04.01.2016 11:52 Uhr

Die gute Konjunktur sorgt für eine Rekordbeschäftigung in Deutschland. Im Jahr 2015 waren durchschnittlich 43 Millionen Menschen erwerbstätig - so viele wie nie seit der Wiedervereinigung. Das hat auch mit Zuwanderern und Flüchtlingen zu tun.

In Deutschland gibt es so viele Erwerbstätige wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Fast 43 Millionen Menschen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik waren im Jahresdurchschnitt 2015 erwerbstätig, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Nach vorläufigen Angaben der Wiesbadener Behörde lag die Zahl um 324.000 oder 0,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Arbeitslosen fiel gleichzeitig erstmals seit 1990 unter zwei Millionen.

Damit setzte sich der seit mehr als zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort, obwohl das Plus etwas niedriger ausfiel als 2014 (0,9 Prozent).

Ein Plus bei Dienstleistungen, ein Minus im Baugewerbe

Auch ein weiterer Trend der vergangenen Jahre habe sich 2015 fortgesetzt, erklärten die Statistiker: Die Zahl der Arbeitnehmer mit einem sozialversicherungspflichtigen Job sei gestiegen, die der geringfügig entlohnten und kurzfristig Beschäftigten sei hingegen zurückgegangen.

Neue Jobs entstanden vor allem im Dienstleistungsbereich - etwa im Öffentlichen Dienst, in Erziehungs- und Gesundheitsberufen oder im Handel und Gastgewerbe. Auch im produzierenden Gewerbe wuchs die Zahl der Erwerbstätigen. Im Baugewerbe dagegen ging die Zahl erstmals seit sechs Jahren leicht zurück, ebenso in der Land- und Forstwirtschaft und der Fischerei.

BA: Betreuung von Flüchtlingen ein Jobmotor

Grund für den Rekord ist zum einen die gute Konjunktur, zum anderen trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte dazu bei.

Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die Bundesagentur für Arbeit (BA). In erster Linie sei die unverändert gute wirtschaftliche Lage in Deutschland für die weiter steigende Zahl der offenen Stellen verantwortlich, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Als Jobmotor erweise sich aber auch die personalintensive Betreuung von Flüchtlingen. Dies betreffe vor allem Wach- und Sicherheitspersonal, soziale Fachkräfte und Verwaltungsmitarbeiter, wo die BA zuletzt eine stark ansteigende Nachfrage verzeichnete. "Dieser Zuwachs dürfte vor allem mit dem hohen Bedarf an Arbeitskräften im Umfeld des Flüchtlingsmanagements zusammenhängen", so die BA.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Januar 2016 um 09:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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frosthorn 04.01.2016 • 18:42 Uhr

@karwandler, 15:44

Wieder mal sehr unsachlich. Ich lerne es langsam. Kein Post von mir ohne eine Zurechtweisung von Ihnen. Wieviel in den Sozialkassen übrigbleibt hat mit Einnahmen und Ausgaben zu tun. Und von einem Überfluss an Einkommen ist nirgendwo die Rede. Dann rechnen wir doch mal andersrum. Wenn ich persönlich mehr arbeite, müsste das ja wohl zur Folge haben, dass meine Rente höher ausfällt als wenn ich das nicht tue. Wenn jedoch angeblich mehr gearbeitet, aber nicht mehr verdient wird, muss der Verdienst für geleistete Arbeit wohl abgenommen haben. Sonst müsste ja aus der Mehrarbeit unweigerlich eine Steigerung der Einnahmen der SV (anständige Rente für mich und alle andern) und eine Verbesserung der Durchschnittseinkommen folgen. Offensichtlich ist dem nicht so. Das BIP steigt nominell. Es wurde und wird also mehr produziert. Wo zum Teufel ist also das Geld aus diesem Mehr geblieben?