Die Designstudie "Concept EQ" fährt vollelektrisch | Bildquelle: REUTERS

Daimler 20 Milliarden für Batteriezellen

Stand: 04.03.2019 22:26 Uhr

Der Autokonzern Daimler investiert massiv in die E-Mobilität: Mit eigenen Fabriken und langfristigen Lieferverträgen will er seine Akku-Produktion bis ins Jahr 2030 sicherstellen.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler kauft Batteriezellen für 20 Milliarden Euro. "Damit setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Elektrifizierung unserer künftigen Elektrofahrzeuge", erklärte der Einkaufsvorstand der Autosparte Mercedes, Wilko Stark.

Details zu den Lieferanten wurden nicht genannt, nur dass sie in Asien und Europa sowie künftig auch in den USA produzieren. Daimler baut die Batterien zwar selbst, kauft die Zellen - den wesentlichen Baustein dafür - aber bei externen Lieferanten. Damit legt Daimler einen weiteren Grundstein für seine E-Auto-Offensive.

Milliarden für neue Fabriken und Autos

Ein Batteriewerk im sächsischen Kamenz ist schon in Betrieb, sieben weitere sollen noch folgen. Der Aufbau dieses Produktionsverbundes kostet eine weitere Milliarde Euro, zehn Milliarden Euro steckt Daimler zudem in die Entwicklung der Elektro-Flotte bei Mercedes-Benz.

Das erste rein elektrische Fahrzeug aus dieser Produktion kommt 2019 auf den Markt. Außerdem werden die Batteriezellen für E-Busse und -Lastwagen gebraucht. Die Lieferverträge seien so ausgelegt, dass man über die jeweils neueste Zellen-Technologie verfügen könne, hieß es. Bis 2025 sollen zwischen 15 und 25 Prozent aller Mercedes batterieelektrisch fahren.

Auch die Konkurrenz kauft ein

Volkswagen hatte bereits vergangenes Jahr angekündigt, in den kommenden Jahren insgesamt rund 50 Milliarden Euro für Batteriezellen ausgeben zu wollen. BMW kauft allein für vier Milliarden Euro Zellen bei dem chinesischen Hersteller CATL - ein Teil davon soll aus einer neuen Zellfabrik in Thüringen stammen. Neben CATL sind auch die asiatischen Hersteller LG Chem, Samsung SDI, SK Innovation und Panasonic führend bei E-Auto-Batterien.

Über dieses Thema berichtete SWR2 aktuell am 11. Dezember 2018 um 18:30 Uhr.

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