Stahlarbeiter im vor einem Hochofen

0,7 Prozent Wachstum im Schlussquartal Wirtschaft startet durch

Stand: 13.02.2015 11:57 Uhr

Ökonomen sprechen von einem "Paukenschlag": Die deutsche Wirtschaft ist im Schlussquartal 2014 doppelt so stark gewachsen wie erwartet. Von der Mini-Krise zur Jahresmitte ist kaum mehr etwas zu spüren - und auch die Prognosen für dieses Jahr dürften deutlich steigen.

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2014 mehr als doppelt so stark gewachsen wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - auf das Jahr hochgerechnet entspräche das einem Plus von rund 2,8 Prozent.

Ferdinand Fichtner, DIW, zu den Gründen für das Wirtschaftswachstum
tagesschau24 14:30 Uhr, 13.02.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Ökonomen reagierten beinahe euphorisch auf die Meldung: "Das ist ein Paukenschlag. Die konjunkturelle Erholung in Deutschland ist überraschend früh gestartet. Deutschland ist noch einmal kräftig durchgestartet", sagte Andreas Rees, Chefvolkswirt der Unicredit. "Das ist in der Höhe und auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Belastungen überraschend", meinte sein Kollege Alexander Krüger vom Bankhaus Lampe.

"2015 könnte noch besser werden"

Die Furcht vor einer Rezession, die noch zur Jahresmitte geherrscht hatte, erweist sich damit als unbegründet. Vielmehr wuchs die deutsche Wirtschaft dank des starken Schlussquartals 2014 um insgesamt 1,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - bislang war man in Wiesbaden von 1,5 Prozent ausgegangen.

Viele Experten dürften nun auch ihre Prognosen für 2015 nach oben revidieren. "Es gibt Grund zum Optimismus. Durch den Endspurt Ende 2014 steigen die Chancen, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr noch schneller wächst. Davon wird auch der Euro-Raum profitieren. Deutschland wird die restliche Euro-Zone mitziehen", sagte Volkswirt Rees. Zudem dürften die niedrige Arbeitslosigkeit und die Mini-Zinsen die Konsumlust der Verbraucher weiter anschieben.

Als ein Grund für den unerwarteten Aufschwung gilt der niedrige Ölpreis. Solange Sprit und Heizöl vergleichsweise wenig kosten, können Verbraucher mehr Geld für andere Waren ausgeben. Daneben deuten die Daten auch darauf hin, dass die Risikobereitschaft in den Firmen zunimmt. "Die Unternehmen sind wieder bereit, zu investieren", sagte Rees.

Zudem investierten aber auch die Unternehmen wieder mehr in Ausrüstungen und Bauten. "Das Vertrauen kehrt zurück", betonte Ökonom Christian Schulz von der Privatbank Berenberg. Damit sei der Schock, der die Unternehmen nach den russischen Aggressionen in der Ukraine gelähmt hatte, vorerst überwunden. Vom Außenhandel gingen hingegen wenig Wachstumsimpulse aus.

Deutschland zieht Eurozone mit

Die starke deutsche Konjunktur zog auch die Wirtschaft in der Eurozone mit. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember 2014 um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Bankvolkswirte hatten 0,2 Prozent erwartet. Im Vergleich zum letzten Quartal 2013 legte die Wirtschaft im gesamten Euroraum 2014 um 0,9 Prozent zu.

Nach wie vor verteilt sich das Wachstum allerdings ungleichmäßig. Estland wuchs im vierten Quartal mit 1,1 Prozent am stärksten, gefolgt von Deutschland und Spanien mit je 0,7 Prozent. Die griechische Wirtschaft verlor dagegen Ende 2014 etwas an Fahrt: Die Summe der hergestellten Waren und Dienstleistungen sank laut Eurostat zwischen Oktober und Dezember um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingegen gab es ein Plus von 1,7 Prozent.

Darstellung: