Ein ICE fährt über eine Brücke bei Melsungen (Hessen).

Änderungen zum Winterfahrplan Deutsche Bahn erhöht ihre Preise

Stand: 30.09.2013 15:52 Uhr

Die Deutsche Bahn erhöht zum Winterfahrplan Mitte Dezember ihre Fahrpreise. Nach Konzernangaben verteuern sich Fahrten im Fernverkehr durchschnittlich um 2,5 Prozent. Im Nahverkehr werden die Tickets im Schnitt um 2,9 Prozent teurer. Grund für das Plus sind laut DB die gestiegenen Personalkosten.

Die Preiserhöhung soll allerdings nicht für das gesamte Streckennetz gelten. Auf den am stärksten vom Hochwasser im Frühjahr betroffenen Verbindungen von Köln beziehungsweise Düsseldorf nach Berlin bleibt es bei den alten Preisen. Das Unternehmen begründet dies mit den anhaltenden Behinderungen, die Reisende auf dieser Strecke wegen der Bauarbeiten haben.

So bleibt es für eine Normalfahrt zweiter Klasse von Düsseldorf nach Berlin bei 111 Euro. Von Stuttgart nach München verteuert sich der Preis um zwei Euro auf 57 Euro. Von Hamburg nach Berlin kostet die einfache Fahrt ohne Ermäßigung 78 Euro statt bisher 76 Euro. Für das "Schönes-Wochenende-Ticket" im Nahverkehr müssen Reisende künftig 44 Euro statt 42 Euro zahlen.

BahnCards werden auch teurer

Auch die Kosten für die BahnCard werden zum 15. Dezember steigen. Statt 249 Euro müssen Reisende für die BahnCard 50 (zweite Klasse) künftig 255 Euro zahlen. Die BahnCard 50 (erste Klasse) kostet 515 Euro statt 498 Euro. Ausgenommen von den Erhöhungen sind die ermäßigten BahnCards für Jugendliche und Senioren sowie die BahnCard 100. Platzreservierungen verteuern sich um 50 Cent auf 4,50 Euro für die erste und die zweite Klasse.

Der Fahrgastverband "Pro Bahn" kritisierte die Erhöhungen: "Wir hätten es sehr begrüßt, wenn die Deutsche Bahn das Preis-Karussell gestoppt hätte", sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Gerd Aschoff. Er verwies unter anderem auf verspätete Züge, den viel zu knappen Wagenpark sowie auf mangelhafte Reinigung und Wartung.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bezeichnete die Preiserhöhungen als unverständlich, da sich die Leistungen im Fernverkehr nicht verbessert hätten. Die Bahn sei mit sehr alten Zügen unterwegs, die zudem immer voller seien.