Arbeitslose stehen in Madrid in einer langen Schlange vor einem Jobcenter. (Archivbild 2011)

Erwerbslosigkeit in Eurozone erreicht Höchststand Spanien ist das Schlusslicht - Österreich steht gut da

Stand: 31.10.2012 16:36 Uhr

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone hat einen neuen Rekordstand erreicht. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat lag sie in den 17 Euro-Staaten im September bei 11,6 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg um 0,1 Prozentpunkte, verglichen mit dem Wert im August. Damit waren im September 2012 fast 18,5 Millionen Menschen ohne Job.

Im September vor einem Jahr lag die Quote bei 10,3 Prozent. In absoluten Zahlen gerechnet waren im September in der Eurozone fast 2,2 Millionen mehr Menschen arbeitslos als ein Jahr zuvor.

Besonders hart traf die Krise die Arbeitsmärkte in Südeuropa. Die höchste Arbeitslosenquote im September hatte Spanien mit 25,8 Prozent. In Griechenland war im Juli gut jeder vierte ohne Job. Dramatisch war die Lage vor allem für die junge Generation. So war in Spanien mehr als die Hälfte der unter 25-Jährigen arbeitslos (54,2 Prozent).

Arbeitslose stehen in Madrid in einer langen Schlange vor einem Jobcenter. (Archivbild 2011)

Arbeitslose stehen in Madrid in einer langen Schlange vor einem Jobcenter. (Archivbild 2011)

Die niedrigsten Arbeitslosenquoten im September hatten nach Berechnungen von Eurostat Österreich mit 4,4 Prozent und Luxemburg mit 5,2 Prozent. Dann folgten Deutschland und die Niederlande mit je 5,4 Prozent.

Preisdruck lässt leicht nach

Derweil meldete Eurostat, dass der Preisdruck im Euroraum etwas nachgelassen hat. Die jährliche Inflationsrate in den Ländern der Eurozone werde im Oktober bei voraussichtlich 2,5 Prozent liegen und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger ausfallen als im September. Über das Jahr gerechnet gehen die Statistiker von einer Jahresteuerung von 2,5 Prozent aus.

Damit ist die Inflationsrate weit höher als der Europäischen Zentralbank recht sein kann, die bei Werten von knapp unter zwei Prozent von Preisstabilität spricht. Diese Marke ist nunmehr fast zwei Jahre lang verfehlt worden.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Münzi 31.10.2012 • 22:40 Uhr

@ captainmic

Sehr geehrter Captain, der Staat, besser das Land da der Bund die Universitäten nicht finanzieren darf, kann die Studienanfängerzahlen nicht in Bedarfsrichtung dirigieren weil es sonst gegen das Recht auf freie Bildung (auch frei in der Wahl) und persönlicher Entfaltung verstößt. Daher darf er auch nur den Unis Geld geben. Die Hochschulen geben es dann selbstbestimmt für Forschung und Lehre aus. Dabei werden oft gerade solche Studiengänge ausgebaut, die pro Student wenig Kosten verursachen, da jeder Student (unabhängig vom Studiengang) Geld vom Land bringt. Was den überlaufenen Arbeitsmarkt für Biologen angeht: Kann es vielleicht sein, dass Bio von den Naturwissenschaften von vielen noch am einfachsten angesehen wird und daher vergleichsweise oft studiert wird? Demgegenüber gibt es dort oft nur Stellen in der Forschung. In der Produktion müssen Biologen wohl oder übel mit Studenten interdisziplinärer Studiengänge (z. B. Biotechnologen, Verfahrenstechniker) konkurrieren.