Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Madrid

Arbeitsmarkt in der Eurozone Im Süden ist jeder Vierte auf Jobsuche

Stand: 28.11.2014 12:20 Uhr

Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist den zweiten Monat in Folge gestiegen. Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat waren im Oktober etwa 18,4 Millionen Männer und Frauen auf Jobsuche - und damit 60.000 mehr als im September. Binnen Jahresfrist hingegen sank die Zahl der Arbeitslosen um knapp 550.000. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 11,5 Prozent.

Die Lage in einzelnen Ländern ist weiter sehr unterschiedlich. Während Deutschland nach der europäischen Erfassungsmethode auf eine Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent kommt, ist in Griechenland (25,9 Prozent) und Spanien (24,0 Prozent) nach wie vor rund jeder Vierte arbeitslos.

In Frankreich, derzeit ebenfalls wegen wirtschaftlicher Probleme unter Druck, liegt die Quote bei 10,5 Prozent.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit

Bei der Jugendarbeitslosigkeit haben gleichfalls Spanien und Griechenland die größten Probleme: In Spanien hat mehr als jeder zweite Jugendliche (53,8 Prozent) keinen Job, in Griechenland liegt die Quote bei 49,3 Prozent. Ebenfalls hart betroffen sind Italien (43,3 Prozent) und Kroatien (41,5 Prozent). Insgesamt haben in der EU knapp fünf Millionen junge Menschen unter 25 Jahren keine Arbeitsstelle.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 28. November 2014 um 17:30 Uhr.

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KOMMENTARE

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cynic 28.11.2014 • 19:01 Uhr

Es ist leider Gottes eine

Es ist leider Gottes eine traurige Entwicklung. Zudem ist es schwierig dazu eine in naher Zukunft wirksame und nachhaltige Lösung zu finden. Dass die Lage katastrophal ist, ist nunmal Fakt. Nicht nur für diejenigen, die keine Arbeit haben, sondern auch für diejenigen, die das Glück haben diese zu finden. Vergleicht man den Arbeitsmarkt von heute mit dem von vor zehn Jahren, gehen einem die Augen auf. Selbst bei Stellen die einen Hochschulabschluss erfordern. Das ganze haben wir und besonders die Politiker allerdings auch zu verantworten. So wurde und wird noch immer viel zu stark auf Produktion gesetzt. In Sachen MINT sind wir noch immer unbedeutend. Kaum eine nicht triviale Zukunftstechnologie kommt aus Europa. Dazu kommt, dass weder in Start-ups und Innovation, noch in den Mittelstand investiert wurde. Stattdessen stützt und subventioniert man multinationale Konzerne, die hier weder Wurzeln haben, noch bedeutend Steuern zahlen.