Felix Loch

Rennrodler Felix Loch "Hätte Olympia nicht nach Peking geben dürfen"

Stand: 13.01.2022 23:03 Uhr

Der Rennrodler Felix Loch befürchtet sehr "schwierige Bedingungen" bei den Olympischen Winterspielen in China. Grundsätzlich sei es ein Fehler gewesen, die Spiele nach Peking zu geben, sagte Loch in den Tagesthemen.

Der dreimalige Olympiasieger im Rennrodeln Felix Loch hält es für eine Fehlentscheidung, die Olympischen Winterspiele 2022 nach Peking gegeben zu haben. Im Interview mit den ARD-Tagesthemen sagte Loch, man hätte sich schon vor vielen Jahren, als es um die Vergabe der Spiele nach Peking gegangen sei, nicht dafür entscheiden dürfen.

Schon in vielen Jahren davor habe man gesehen, "dass sich nichts verändert beim Thema Menschenrechte" und auch beim Thema Medienfreiheit. Deswegen sei von vornherein klar gewesen, "dass das sehr, sehr schwierig" werde. "Und was wir jetzt mit Corona noch erleben, macht die ganze Sache nicht einfacher", fügte er hinzu.

Loch zeigte Verständnis für den diplomatischen Boykott der Spiele, den mehrere Länder, darunter die USA und Großbritannien, angekündigt haben. Er würde es begrüßen, wenn sich auch Deutschland dafür entscheiden würde, betonte er.

Nur ein solcher diplomatischer Boykott sei sinnvoll. Ein Boykott durch die Sportlerinnen und Sportler sei es nicht. Er sei dagegen, den Athleten die Verantwortung dafür zu geben, dass sich etwas verändert. Viele Athleten hätten "nur einmal die Chance, zu Olympia zu fahren" und diese Chance dürfe man ihnen nicht nehmen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 13. Januar 2022 um 22:15 Uhr.