Menschenmenge | Bildquelle: ARD-aktuell / Weiss

Statistisches Bundesamt Jeder Vierte hat einen Migrationshintergrund

Stand: 21.08.2019 10:02 Uhr

2018 hatten 25,5 Prozent der Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Mehr als die Hälfte von ihnen besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. Seit 2017 stieg der Wert leicht an.

Jeder Vierte in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2018 hervor. Als Mensch mit Migrationshintergrund gilt man, wenn man selbst oder wenn mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Im Vergleich zu 2017 stieg damit die Zahl der Bevölkerung mit Migrationshintergrund um 2,5 Prozent.

Von den 20,8 Millionen in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund wurden rund 13,5 Millionen nicht hierzulande geboren, sondern sind im Laufe ihres Lebens zugewandert. Als wichtigstes Migrationsmotiv nannten die Zugewanderten familiäre Gründe (48 Prozent), bei weiteren 19 Prozent war es die Aufnahme beziehungsweise Suche nach einer Beschäftigung in Deutschland. Für 15 Prozent der Zugewanderten stellten Flucht und Asyl das Hauptmotiv dar, fünf Prozent gaben an, zum Studieren beziehungsweise wegen einer Aus- oder Weiterbildung nach Deutschland gekommen zu sein.

Infografik Menschen mit Migrationshintergrund
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Syrien kommt auf Platz sechs der Herkunftsländer.

Zu den wichtigsten Herkunftsstaaten gehören die Türkei, Polen und die Russische Föderation. Syrien lag 2018 auf dem sechsten Rang der Geburtsländer.

Mehrheit hat deutsche Staatsangehörigkeit

52 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit, 5,5 Millionen sogar seit ihrer Geburt.

Die meisten Menschen, die aus familiären Gründen kamen, wanderten aus Europa zu (72 Prozent). Noch größer ist der Anteil europäischer Zuwanderer bei Menschen, die in Deutschland eine Beschäftigung gesucht bzw. gefunden haben (85 Prozent). Asylsuchende dagegen kamen zu 47 Prozent aus dem Nahen Osten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. August 2019 um 08:30 Uhr.

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