Waffen von Sig Sauer | Bildquelle: AFP

Waffen nach Kolumbien Bewährung für Ex-Manager von Sig Sauer

Stand: 03.04.2019 15:56 Uhr

Im Prozess gegen den Waffenhersteller Sig Sauer sind vor dem Kieler Landgericht drei Ex-Manager zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie hatten Tausende Pistolen unrechtmäßig nach Kolumbien geliefert.

Wegen einer nicht genehmigten Waffenlieferung über die USA nach Kolumbien hat das Landgericht Kiel drei Ex-Manager der Waffenfirma Sig Sauer zu Bewährungsstrafen verurteilt. Ihnen wird vorgeworfen, gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben.

Verhängt wurden Bewährungsstrafen zwischen zehn und 18 Monaten sowie Bewährungsauflagen von 60.000 und 600.000 Euro. Bereits Mitte Februar hatten die drei Angeklagten einer Einigung zugestimmt und Geständnisse abgelegt.

Die Sig Sauer-Mitarbeiter sollen zwischen April 2009 und April 2011 für die Ausfuhr von mehr als 47.000 Pistolen in die USA verantwortlich sein. Offiziell waren die Waffen für den zivilen Markt in den USA bestimmt. Mehr als 38.000 Pistolen sollen jedoch nach Kolumbien weitergeschickt worden sein, um damit die kolumbianische Nationalpolizei auszurüsten.

Zu der Zeit wurde von Deutschland keine Ausfuhrgenehmigung für Waffen nach Kolumbien erteilt, weil dort noch Bürgerkrieg herrschte. Der Verkaufswert der Waffen wird auf mehr als 16 Millionen US-Dollar geschätzt.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. April 2019 um 14:24 Uhr.

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