Horst Seehofer | Bildquelle: REUTERS

Seehofer, Söder und die CSU "Das Werk ist getan"

Stand: 04.12.2017 14:52 Uhr

Der bayerische Ministerpräsident Seehofer spricht von einem "guten Tag für die CSU". Er bestätigte, dass sein parteiinterner Rivale Söder ihm nachfolgen soll. Er selbst möchte sich nun bei schwierigen Verhandlungen im Bund einbringen - Fragen zu einem Ministeramt wich er aus.

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Übergabe des Ministerpräsidentenamtes an Markus Söder bestätigt. Diese werde "im Bereich des ersten Quartals 2018" stattfinden, sagte der 68-Jährige bei einer Pressekonferenz in München. "Das Werk ist getan, möchte ich nach fast lückenlosen Gesprächen sagen."

Nach Einstimmigkeit in der Landtagsfraktion sei auch der Vorstand diesem Personalvorschlag gefolgt. Er gehe davon aus, dass auch der Parteitag dies akzeptieren werde. Damit stimmte auch das letzte Parteigremium dem von Seehofer vorgeschlagenen Personalkonzept für die Aufstellung im Landtagswahljahr 2018 zu.

Heute sei "ein guter Tag für die CSU", betonte der Ministerpräsident. Nun gelte es, diesen positiven Geist mit in die Zukunft zu nehmen.

Markus Söder wird neuer bayerischer Ministerpräsident
tagesschau 16:00 Uhr, 04.12.2017, Christoph Arnowski, BR

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Ein "großer Kraftakt"

Söder und er hätten sich eine gute Zusammenarbeit versprochen, sagte Seehofer. Ihnen sei klar, dass eine "Ankündigung mit Worten nicht reicht, sondern im Alltag gelebt werden muss". Die beiden gelten als parteiinterne Widersacher. Immer wieder hieß es in Medienberichten, dass Seehofer den bayerischen Finanzminister als seinen Nachfolger verhindern wolle.

Der Machtübergabe sei ein "großer Kraftakt" gewesen. Seehofer betonte, dass die wichtigsten Gespräche darüber nicht öffentlich geworden sein.

Seehofer will CSU-Chef bleiben

Zu Seehofers-Personalkonzept gehört auch die Bildung einer Doppelspitze. Er möchte sich auf dem CSU-Parteitag erneut um den Vorsitz bewerben, kündigte er an. Dies erfolge auf "vielfachen Wunsch der Partei". Hintergrund sei auch die Lage im Bund, wo eine schwierige Regierungsbildung bevorstehe. Die CSU sei sich der Verantwortung für Deutschland bewusst, und er könne dort seine Erfahrung aus Bonn und Berlin einbringen.

Angesprochen auf Ambitionen, nochmals Bundesminister werden zu wollen, reagierte er ausweichend. "Für mich muss sich nichts ergeben", betonte er einerseits. Auf Nachfrage wollte er die Übernahme eines Amtes aber auch nicht ausschließen. Dies sei in der derzeitigen Lage auch nicht ausschlaggebend.

Die bisherigen CSU-Vorsitzenden

1945-1949: Josef Müller
1949-1955: Hans Ehard
1955-1961: Hanns Seidel
1961-1988: Franz Josef Strauß
1988-1999: Theo Waigel
1999-2007: Edmund Stoiber
2007-2008: Erwin Huber
seit 2008: Horst Seehofer

"Politik ist eine Mannschaftsleistung"

Bereits am Vormittag hatte Söder seine Partei nach Wochen des Streits zu Geschlossenheit aufgerufen. "Politik ist immer eine Mannschaftsleistung, einer alleine kann nichts richten", sagte er nach der Sitzung der CSU-Landtagsfraktion. Es gehe nach dem langen Führungsstreit in der Partei nun darum, "wieder mehr miteinander als übereinander" zu reden, "Gemeinsamkeit wieder herzustellen" und sich "unterzuhaken". Der 50-Jährige lobte ausdrücklich die Personalentscheidung Seehofers und sicherte ihm "volle Unterstützung für den Parteivorsitz" zu.

Seehofer steht seit der Bundestagswahl im September in der Kritik, weil die Christsozialen das schlechteste Wahlergebnis seit Jahrzehnten einfuhren. Bei der Wahl in Bayern im kommenden Herbst will sie ihre absolute Mehrheit im Landtag verteidigen - nun mit Markus Söder an der Spitze.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Dezember 2017 um 14:00 Uhr.

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