Passanten gehen im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg an einem Restaurant vorbei. | dpa

Corona-Pandemie Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 5,8

Stand: 10.07.2021 10:45 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt inzwischen den vierten Tag in Folge. Von den Corona-Infektionen stehen laut Gesundheitsbehörden auch Fälle in Verbindung mit der Fußball-EM.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am vierten Tag in Folge angestiegen. In sieben Tagen lag sie pro 100.000 Einwohner bei 5,8. Am Vortag lag sie noch bei 5,5; in der Vorwoche bei 4,9.

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 952 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 671 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote gewesen.

Fälle in Deutschland in Zusammenhang mit EM

Unterdessen hat die europäische Gesundheitsbehörde ECDC im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland gezählt. Insgesamt lassen sich 18 Infektionen in Deutschland mit der EM in Verbindung bringen, wie die EU-Agentur in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte.

Vier Partien des pan-europäischen Turniers hatten in München stattgefunden. Insgesamt wurde in der vierten Turnierwoche der Europameisterschaft im Vergleich zur Vorwoche ein leichter Anstieg auf 2535 Infektionsfälle verzeichnet. In Ländern, in denen es Massenansammlungen wie bei der EM und keine ausreichenden vorbeugenden Maßnahmen gebe, werde erwartet, dass das Risiko von europaweiter Übertragung von Covid-19 und Varianten des Coronavirus steige, heißt es in dem Bericht.

UEFA-Präsident weist Kritik zurück

Schottland ist nach Angaben der Agentur mit 1991 Fällen, die in Verbindung zur EM stehen, weiter am weitaus stärksten betroffen. Die schottische Mannschaft hatte ihre EM-Gruppenspiele in Glasgow und im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte zuletzt Kritik von Corona-Experten an der EM zurückgewiesen. "Die Teams verhalten sich hochprofessionell", sagte der 53-Jährige der BBC. "Auch in den Stadien sind wir sehr strikt, und wenn ich höre, dass Politiker sagen, Menschen hätten sich bei den Spielen infiziert, ohne jeden Beweis, dann enttäuscht mich das ein bisschen."

Für das ECDC prüfen täglich mindestens zwei Experten das Infektionsgeschehen rund um die Fußball-EM. Die Untersuchungen begannen eine Woche vor Turnierbeginn und enden eine Woche nach dem Endspiel an diesem Sonntag.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. Juli 2021 um 09:00 Uhr.