Mieten stark gestiegen: Häuser in Stuttgart | Bildquelle: dpa

Deutsche Großstädte Mieten steigen um sechs Prozent jährlich

Stand: 03.07.2019 14:42 Uhr

Geringverdiener geben mittlerweile fast die Hälfte ihres Einkommens für Mieten aus. Das teilte das Bauministerium mit. Die Mieten in deutschen Großstädten stiegen demnach zuletzt um sechs Prozent pro Jahr.

Die Kosten für Mieter in Deutschland sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Seit 2016 erhöhten sich die Mieten in den Metropolen um rund sechs Prozent jährlich. Ansonsten ist ein Anstieg von jährlich fünf Prozent zu verzeichnen, heißt es im Wohngeld- und Mietenbericht des Bundesbauministeriums.

Mieten seit 2016 in großen Städten um sechs Prozent gestiegen
tagesschau 20:00 Uhr, 03.07.2019, Julia Krittian, ARD Berlin

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46 Prozent des Einkommens für Miete

Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1300 Euro müssen bereits 46 Prozent ihres Einkommens für die Warmmiete ausgeben, so der Bericht. Haushalte mit Einkommen von über 4500 Euro monatlich hätten dagegen Mietausgaben in Höhe von durchschnittlich 17 Prozent.

Single-Haushalte geben dem Bericht zufolge monatlich rund ein Drittel (34 Prozent) ihres Einkommens für Miete aus, Vier-Personen-Haushalte rund ein Viertel (24 Prozent). Im deutschen Gesamtdurchschnitt machen die Ausgaben für Miete 29 Prozent des Einkommens aus.

Eine Aktivistin in Berlin der Initiative "Deutsche Wohnen & Co enteignen" | Bildquelle: dpa
galerie

In Berlin gab es in letzter Zeit Demonstrationen gegen zu hohe Mieten: Hier nehmen Aktivisten an der Übergabe von mehr als 70.000 Unterschriften für ein Volksbegehren teil.

Wohnen auf dem Land günstiger

Außerdem gibt es in Deutschland teilweise große regionale Unterschiede. Während in ländlichen Regionen die Mieten "mehrheitlich günstig" seien, seien die Mieten insbesondere in den Metropolen viel höher. Die Spannweite reichte 2018 den Angaben zufolge von 4,50 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter im Vogtlandkreis bis zu 17,73 Euro in München.

Die Regierung bekräftigt in dem Bericht, dass sie das Wohngeld für Geringverdiener erhöhen und ausweiten will. Ab 2020 sollen von dieser Reform insgesamt rund 660.000 Haushalte profitieren. "Darunter sind rund 180.000 Haushalte, die durch die Reform einen erstmaligen oder erneuten Anspruch auf Wohngeld erhalten", heißt es.

Regierung: 1,5 Millionen Wohnungen

Ausreichend bezahlbarer Wohnraum sei eine der wesentlichen sozialen Fragen der Zeit, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Er verwies auf den Willen der Bundesregierung, für den Bau von zusätzlich 1,5 Millionen Wohnungen zu sorgen. Durch die Schaffung neuer Wohnungen könne der Knappheit begegnet werden, sagte ein Sprecher von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Die Regierung muss dem Bundestag alle zwei Jahre einen Bericht zu Wohngeld und Mieten vorlegen. 

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Juli 2019 um 16:00 Uhr.

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