Jugendlicher kauft Alkohol | Bildquelle: dapd

Stationäre Behandlungen rückläufig Weniger Komasaufen bei Jugendlichen

Stand: 10.02.2015 16:41 Uhr

23.300 - so viele Kinder und Jugendliche mussten im vergangenen Jahr wegen akuten Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus. Die gute Nachricht: Das sind fast 13 Prozent weniger als 2012. Besonders junge Männer sind betroffen.

Die Zahl der jugendlichen Komatrinker ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Fast 23.300 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren seien wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt worden, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit. Das sind 12,8 Prozent weniger als 2012 - allerdings immer noch fast zweieinhalb mal so viel wie im Jahr 2000. Die Daten stammen aus der Krankenhausdiagnosestatistik 2013.

Vor allem junge Männer betroffen

Nach Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) betrinkt sich fast jeder fünfte Jugendliche in Deutschland mindestens einmal im Monat. Überproportional häufig greifen dabei junge Männer regelmäßig zu Bier, Schnaps oder Wein. Zwar sank deren Zahl nach Destatis-Berechnungen 2013 um 15,6 Prozent. Mit 336 Fällen je 100.000 Einwohnern sind von übermäßigem Alkoholkonsum aber weiter vor allem junge Männer betroffen.

Bei Mädchen und jungen Frauen verzeichneten die Statistiker ein Minus von 6,7 Prozent auf 253 Fälle je 100.000 Einwohner. Sieben von zehn wegen Alkohol im Krankenhaus behandelten Jugendlichen waren noch keine 18 Jahre alt.

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