Studenten der TU München platzieren ihren Pod in der Hyperloop Röhre auf dem Gelände des SpaceX Firmengelände in Los Angeles.  | Bildquelle: AFP

Hyperloop-Wettbewerb Mit 463 Sachen durch die Röhre

Stand: 22.07.2019 14:13 Uhr

Studenten der TU München haben zum vierten Mal in Folge den internationalen Hyperloop-Wettbewerb in Los Angeles gewonnen. Ihre Kapsel raste mit einer Geschwindigkeit von 463 Kilometern pro Stunde durch eine Röhre.

Die Idee gibt es bereits seit ein paar Jahren: Statt in Zügen oder Flugzeugen sollen Passagiere oder Güter zukünftig in einer rasenden Kapsel über ein nahezu luftleeres Leitungssystem von A nach B befördert werden. Der sogenannte Hyperloop soll mit dieser Technik den Personen- und Gütertransport revolutionieren und beispielsweise Verkehrschaos in Großstädten beseitigen. An dieser Vision arbeiten Wissenschaftler weltweit ganz konkret.

Studenten der Technischen Universität München haben mit ihrem Pod nun zum vierten Mal in Folge die "Hyperloop Competition" in Los Angeles gewonnen. Er erreichte eine Geschwindigkeit von 463 Kilometern pro Stunde, wie die Uni mitteilte. Damit blieb der Pod knapp unter dem im vergangenen Jahr ebenfalls von der TU aufgestellten Weltrekord von 467 km/h.

Studenten der TU München beim Hypeloop-Wettbewerb in Los Angeles | Bildquelle: AFP
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Freude über erneuten Sieg bei der "Hyperloop Competition" in Los Angeles

Rund 100 Tests in einer Woche

Das Konzept des Hyperloops stellte Space-X-Gründer Elon Musk im Jahr 2013 vor. Um seine Idee voranzubringen, startete der Tech-Milliardär 2015 die "SpaceX Hyperloop Pod Competition", ein Wettbewerb unter Universitäten weltweit. Daraufhin entwickelten die TU und weitere Unis entsprechende Kapseln.

Während der Wettbewerbswoche musste der Hyperloop-Pod der 15 Münchner Studenten rund 100 Tests bestehen. Der Pod sei das Ergebnis einer vierjährigen Evolution, sagte Team-Manager Toni Jukic. "Wir haben jedes Jahr dazugelernt und diese Erkenntnisse umgesetzt. Auch wenn wir den Weltrekord nicht knacken konnten, den vierten Sieg im vierten Rennen erzielt zu haben, das ist unglaublich. Wir sind überglücklich."

Von 21 Teams bestanden nur vier europäische die Tests. Auf Platz zwei kam das Team Swissloop, ein Verein von Studierenden der ETH Zürich und weiterer Schweizer Hochschulen. Dritter wurde das Team EPFLoop der schweizer L'Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version war von "Druckluft" in der Röhre die Rede, jedoch herrscht dort nahezu ein Vakuum.

Über dieses Thema berichtete Bayern 2 am 22. Juli 2019 um 18:05 Uhr.

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