Eine Frau arbeitet aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus von Zuhause aus | dpa

Bitkom-Umfrage Homeoffice befeuert Umzugswünsche

Stand: 07.01.2021 13:29 Uhr

Homeoffice liegt in der Pandemie gezwungenermaßen im Trend. Das könnte auch Folgen für die Zeit nach der Krise haben. Jeder Fünfte würde sich einen neuen Wohnort suchen, wenn er in Zukunft größtenteils zu Hause arbeiten könnte.

Der durch die Corona-Pandemie verstärkte Trend zum Homeoffice befördert einer Umfrage zufolge bei vielen Berufstätigen den Wunsch nach einem Umzug. 21 Prozent von ihnen würden diesen Schritt tun, falls in Zukunft größtenteils im Homeoffice gearbeitet werden würde, teilte der Hightech-Branchenverband Bitkom in Berlin unter Berufung auf eine eigene Befragung mit.

Wunsch nach Umzug bei Jüngeren größer

Am stärksten ausgeprägt ist die Tendenz demnach unter jüngeren Menschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren. 35 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe bejahten die entsprechende Frage. Unter älteren Berufstätigen war der Wunsch weniger verbreitet. So neigten nur 15 Prozent der 45- bis 59-Jährigen zu einem Umzug, berichtete Bitkom.

Streben nach besserer Wohnsituation

Verbreitete mögliche Umzugsgründe hingen der Umfrage zufolge mit dem Wunsch nach einer Verbesserung der Wohnsituation zusammen - etwa durch Leben im Grünen bei 39 Prozent, größere Nähe zu Freunden und Familie für 28 Prozent oder finanzielle Erwägungen mit Blick auf niedrigere Mieten bei 20 Prozent. Nur ein Prozent gab an, umziehen zu wollen, um ein eigenes Arbeitszimmer einrichten zu können.

"Durch den dauerhaften Trend zum Homeoffice sind viele Berufstätige weniger stark auf einen Wohnort in der Nähe des Arbeitgebers angewiesen", erklärte Bitkom-Präsident Achim Berg. "In der Corona-Krise hat flexibles Arbeiten einen kräftigen Schub erfahren und wird auch nach der Pandemie die neue Normalität in der Arbeitswelt prägen." Auch könne der Trend Druck von stark verdichteten Städten nehmen und mäßigend auf die Wohnkosten wirken, so Berg.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Nova am 07. Januar 2021 in den "Wissensnachrichten" um 16:30 Uhr.