Medizinstudenten sitzen in einer Vorlesung in der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. | Bildquelle: dpa

Statistisches Bundesamt Zahl der Hochschulabschlüsse sinkt

Stand: 29.10.2019 10:41 Uhr

Seit 2001 stieg die Zahl der Hochschulabschlüsse stetig. Im vergangenen Jahr konnten die deutschen Hochschulen mehr als 500.000 bestandene Prüfungen vermelden. Nun sind die Zahlen leicht zurückgegangen.

Zum ersten Mal seit 2001 ist die Zahl der Hochschulabschlüsse wieder leicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erwarben im Prüfungsjahr 2018 (Wintersemester 2017/2018 und Sommersemester 2018) rund 499.000 Absolventen einen Abschluss an einer deutschen Hochschule. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Prozent weniger. 2017 gab es noch 502.000 Absolventen.

Meiste Abschlüsse bei Juristen, Ökonomen und Soziologen

40 Prozent der Abschlüsse wurde in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften abgelegt. 26 Prozent entfielen auf Ingenieurwissenschaften. Elf Prozent wurden in Mathematik oder Naturwissenschaften und zehn Prozent in Geisteswissenschaften erworben.

In Humanmedizin oder Gesundheitswissenschaften erreichten sechs Prozent einen Abschluss. Die restlichen sieben Prozent entfielen auf die übrigen Fächergruppen Sport-, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin sowie Kunst oder Kunstwissenschaft.

Zuwachs bei Masterabschlüssen und Lehramtsprüfungen

Jedes zweite Examen führte demnach im Prüfungsjahr 2018 zu einem Bachelorabschluss. Im Vergleich zum Vorjahr sank diese Zahl der Bachelorabschlüsse leicht um zwei Prozent auf 247.200.

Rückgänge gab es auch bei den Promotionen (minus zwei Prozent auf 27.900), den herkömmlichen universitären Abschlüssen (minus sieben Prozent auf 30.000) und den herkömmlichen Fachhochschulabschlüssen (minus zwölf Prozent auf 7200). Dagegen erhöhte sich die Zahl der Masterabschlüsse und der Lehramtsprüfungen jeweils um drei Prozent.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 29. Oktober 2019 um 10:45 Uhr.

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