Zwei Autos fahren bei Starkregen und Gewitter über eine Straße in Düsseldorf. | dpa

Hitzewelle und Unwetter Starkregen im Westen, Waldbrände im Osten

Stand: 20.06.2021 10:36 Uhr

Vor allem in Teilen Nordrhein-Westfalens hat starker Regen zu Überschwemmungen geführt. Die Gewitterfront wird im Tagesverlauf weitere Regionen erreichen. Im Osten des Landes steigt indes die Waldbrandgefahr.

In weiten Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen auf teils heftige Gewitter einstellen. Am Nachmittag ziehen von Westen her Unwetter mit Starkregen übers Land. Niederschlag von 25 bis 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit sei möglich, heißt es vom Deutschen Wetter-Dienst (DWD). Lokal könne es auch zu extremen Unwettern kommen.

Heute ist zwar noch mit einer extremen Wärmebelastung zu rechnen. Für die folgenden Tage sah der DWD allerdings in seiner Prognose ein wenig Abkühlung in Sicht. "Zu Beginn der kommenden Woche überquert uns die Kaltfront von Tief Ulfert ostwärts und verdrängt die Hitze", heißt es. Auch wenn die größte Unwettergefahr gebannt ist, dürfte es weiter Schauer und Gewitter geben.

Hunderte Feuerwehreinsätze in NRW

Gewitter und Starkregen sorgten in der Nacht für viele Einsätze der Feuerwehr vor allem in Teilen Nordrhein-Westfalens. In Köln gab es nach Angaben eines Feuerwehrsprechers 244 witterungsbedingte Einsätze, als die Unwetterfront über die Stadt zog. Hauptsächlich sei es dabei um vollgelaufene Keller gegangen. Verletzt wurde niemand.

Im Rhein-Sieg-Kreis wurde die Feuerwehr zu 120 Einsätzen gerufen, weil etwa Keller unter Wasser standen oder Bäume auf Straßen gestürzt waren. In der Gemeinde Much war ein Blitz auf einem Balkon eingeschlagen, worauf dieser in Brand geriet. Einsatzkräfte löschten die Flammen, verletzt wurde auch hier niemand.

Auch im Hochsauerlandkreis kippten mehrere Bäume auf Straßen. Die meisten Strecken waren am Sonntagmorgen wieder frei.

Autobahn 8 überschwemmt

Schwere Unwetter gab es bereits in den Regionen um Karlsruhe und Pforzheim, wo die Feuerwehr ebenfalls mehrmals ausrücken musste. Der Regen überschwemmte zeitweise die Autobahn 8 zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und Pforzheim-West, wie die Polizei mitteilte.

Waldbrandgefahr steigt

Wo der Regen auf sich warten lässt, steigt von Tag zu Tag die Gefahr von Waldbränden. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpfen Feuerwehrleute auf einer Fläche von zehn Hektar bei Bötzow (Oberhavel) nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Es gebe mehrere Brandstellen, die Feuerwehr sei mit 43 Kräften im Einsatz, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle.

Bis auf drei Kreise galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Gefahrenstufe fünf. Auch in anderen Bundesländern kam es bereits zu Bränden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Juni 2021 um 10:00 Uhr.