Justizministerin Christine Lambrecht

Justizministerin Lambrecht Keine Bedenken gegen 2G-Regel

Stand: 27.08.2021 13:29 Uhr

Justizministerin Lambrecht sieht keine Hürden für das umstrittene Hamburger 2G-Modell. Unter anderem Gastwirten wird damit ermöglicht, nur Geimpften und Genesenen Eintritt zu gewähren. In Hamburg gilt die Regelung ab Samstag.

Die Einführung neuer Corona-Regeln in Hamburg sind aus Sicht von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) unproblematisch. Wenn zum Beispiel Gastronomen künftig ausschließlich Geimpfte und Genesene in ihren Lokalen zuließen, werde das Hausrecht ausgeübt, sagte die Ministerin im Morgenmagazin von ARD und ZDF.

In der Pandemie seien Gastronomen bisher stark von Einschränkungen betroffen gewesen. Bei der Anwendung der sogenannten 2G-Regelung bestehe die Chance auf weniger Ansteckungsgefahr in Lokalen, so Lambrecht.

Hamburg: 2G-Regel als Option ab Samstag

Das 2G-Modell ist umstritten und gilt als Option unter anderem für Restaurants, Kulturveranstalter und die Religionsgemeinschaften. Sie können nach Anmeldung bei den Behörden Angebote allein für Geimpfte und Genese machen und Ungeimpften trotz eines negativen Corona-Tests den Zutritt verwehren. Unter diesen Voraussetzungen entfallen Abstandsvorgaben, Teilnehmerbegrenzungen und Anmeldepflicht.

Als erstes Bundesland führt Hamburg ab Samstag die Sonderregeln für Geimpfte und Genesene ein. In Gottesdiensten wäre dann auch der Gemeindegesang ohne Maske möglich. Bislang ist Kirchenbesuchern der Zutritt zu Gottesdiensten in Hamburg ohne Impfausweis, Genesenennachweis oder Test möglich. Dafür gelten allerdings verschiedene Auflagen.

Konzertveranstalter für bundesweite Regelung

Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, begrüßte die 2G-Option. Der Verband hatte zuvor bereits bundesweit einheitliche Regeln für die Veranstaltungsbranche gefordert.

"Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist", sagte Michow der Nachrichtenagentur dpa. Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. August 2021 um 10:02 Uhr.