Hinweis auf einer Kirchenbank im katholischen St. Petrus Dom | Bildquelle: dpa

Regeln für Gottesdienste Beten nur mit Anmeldung

Stand: 15.12.2020 21:36 Uhr

Wer an Weihnachten in die Kirche will, muss einiges beachten: Jeder muss sich vorher anmelden, eine Maske mitbringen, Singen ist verboten. Innenministerium und Kirchen haben sich auf Details der Bund-Länder-Regeln verständigt.

Das Bundesinnenministerium und die Kirchen haben sich über Regeln für die Gottesdienste an Heiligabend und zu Weihnachten unter den Bedingungen der Corona-Pandemie verständigt. Demnach können Gottesdienste weiter stattfinden.

"Die Gottesdienste an Heiligabend werden ohne Gemeindegesang stattfinden und jeder Teilnehmer muss sich anmelden", sagte der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Dutzmann, nach dem Gespräch.

Schon länger Gottesdienste im Freien

Das gelte auch für Gottesdienste unter freiem Himmel. In vielen Gemeinden werde dies aber auch bereits seit längerer Zeit so praktiziert, so Dutzmann. "Wo Zweifel bestehen, dass ein Präsenzgottesdienst verantwortlich gestaltet werden kann, sollte man ihn absagen." Das sei auch Konsens in der Kirchenkonferenz, dem Zusammenschluss der evangelischen Landeskirchen, die am Montag getagt hatte.

Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen am Sonntag bereits konkrete Voraussetzungen für Weihnachtsgottesdienste festgelegt. Sie gaben vor, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss, Masken auch am Platz getragen werden müssen, kein Gemeindegesang stattfinden darf und bei erwartet hoher Teilnehmerzahl eine Anmeldepflicht eingeführt wird.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte dem Evangelischen Pressedienst epd, bei dem Gespräch sei es darum gegangen, über die Umsetzung dieses Beschlusses zu sprechen.

Vertreter diverser Konfessionen

An dem Gespräch nahmen neben Vertretern der evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirche sowie der Freikirchen auch Vertreter der jüdischen und muslimischen Gemeinden in Deutschland teil.

Auch in den Bundesländern beraten Regierungen und Kirchenvertreter über das Vorgehen an Heiligabend und Weihnachten.

Ausgangsbeschränkungen in Bayern bleiben

In Baden-Württemberg wird an Heiligabend eine Ausnahme von Ausgangsbeschränkungen für Gottesdienstbesucher gemacht. Anders in Bayern: Dort soll es anders als es die katholischen Bischöfe gefordert hatten, keine Ausnahme geben, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder im bayerischen Landtag.

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