Richtungsschilder kleben auf dem Boden in einem Corona-Testzentrum an einer Klinik. | dpa

Sieben-Tage-Wert bei 13,2 Inzidenz steigt - vor allem bei Jüngeren

Stand: 23.07.2021 07:05 Uhr

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen liegt jetzt bei 13,2 - ein Anstieg von 4,6 Punkten binnen einer Woche. Besonders bei der Gruppe der 15- bis 34-Jährigen gibt es Neuinfektionen.

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus - und mit den Neuinfektionen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz kontinuierlich an, mittlerweile schon seit zwei Wochen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 13,2 - am Vortag hatte der Wert 12,2 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 2089 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1456 Ansteckungen gelegen. Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 34 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 18 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.752.592 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.643.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.492.

Inzidenzanstieg vor allem bei 15- bis 34-Jährigen

Das RKI spricht nach wie vor von einer entspannten Infektionslage in Deutschland - mahnt mit Blick auf den Herbst aber, dem dann drohenden stärkeren Anstieg der Fallzahlen vorzubeugen. Im Fokus sind dabei besonders die Jüngeren, denn der Inzidenzanstieg der vergangenen Wochen ist bisher laut RKI vor allem bei den Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau (unter fünf Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz von 32 in der vergangenen Woche verzeichnen demnach die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. In dem Alter sind schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 relativ selten.

48 Prozent mit vollständigem Impfschutz

Allerdings ist diese Gruppe auch noch nicht so gut gegen das Coronavirus geschützt - die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind deutlich geringer als bei den über 60-Jährigen. Für Jugendliche unter 16 hat die Ständige Impfkommission bisher auch noch keine Impfempfehlung ausgesprochen.

Derzeit sind laut RKI rund 60 Prozent der deutschen Bevölkerung einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 48 Prozent haben den vollständigen Schutz, für den bei den meisten Vakzinen eine zweite Impfung notwendig ist. Die sogenannte Herdenimmunität ist nach Schätzung des RKI bei einer Impfquote von mehr als 80 Prozent erreicht.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Juli 2021 um 06:00 Uhr in den Nachrichten.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Moderation 23.07.2021 • 11:02 Uhr

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User, die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen, die Kommentarfunktion zu schließen. Die Moderation