Ein typisches Holzhaus in Schweden. | picture alliance / CHROMORANGE

Entscheidung der Bundesregierung Fast 40 Länder neue Hochrisikogebiete

Stand: 07.01.2022 14:30 Uhr

Schweden, Luxemburg, Israel und viele andere: Die Bundesregierung stuft rund 40 weitere Staaten als Hochrisikogebiete ein und rät von unnötigen Reisen dorthin ab. Nur ein Land wurde von der Liste gestrichen.

Die Bundesregierung hat auf einen Schlag rund 40 Staaten wegen hoher Corona-Infektionszahlen ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete eingestuft. Laut Mitteilung des Robert Koch-Institut gilt die Einstufung ab Sonntag.

In Europa stehen dann unter anderem auch das kleine Nachbarland Luxemburg sowie Schweden und Estland auf der Liste. Hinzu kommen auch die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Winterurlaubsziel Dubai, Israel, Kenia, Australien oder Argentinien. Von den Nachbarländern Deutschlands ist ab Sonntag nur Österreich kein Hochrisikogebiet. Als einziges Land von der Liste gestrichen wird die Ukraine.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Nicht notwendige Reisen unterlassen

Insgesamt erhöht sich die Zahl der Hochrisikogebiete weltweit auf mehr als 100 Länder. Das bedeutet, dass etwa jedes zweite Land weltweit wieder Hochrisikogebiet ist. Mit der Einstufung ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen verbunden. Sie erleichtert die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Januar 2022 um 15:00 Uhr.