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ARD-DeutschlandTrend Große Mehrheit für Corona-Maßnahmen

Stand: 19.02.2021 11:26 Uhr

Noch halten mehr als die Hälfte der Deutschen die Corona-Einschränkungen für angemessen. Doch laut ARD-DeutschlandTrend wächst die Zahl der Kritiker: 27 Prozent der Befragten halten die Maßnahmen für zu weitgehend.

Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet die aktuellen Corona-Maßnahmen, allerdings wächst die Zahl der Kritiker. Im DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin hält mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) die bestehenden Maßnahmen für angemessen. 27 Prozent kritisierten die geltenden Alltagseinschränkungen, 16 Prozent gingen sie nicht weit genug.

Anfang Februar lag die Zahl der Kritiker der Corona-Maßnahmen noch bei 22 Prozent. Allerdings legte auch der Anteil der Befürworter zu: Er lag zuvor bei 51 Prozent. Dafür fand die Forderung nach noch strengeren Maßnahmen weniger Unterstützung. Sie sank gleich um acht Prozentpunkte.

Mehrheit für schrittweise Schulöffnung

Eine Mehrheit der Befragten unterstützt laut der Umfrage auch weiterhin Einschränkungen im Schulbetrieb. 58 Prozent der Befragten sprachen sich für eine schrittweise Schulöffnung zum jetzigen Zeitpunkt aus. 16 Prozent wollen die Schulen lieber ganz geschlossen halten. 22 Prozent befürworten hingegen eine vollständige Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebs.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

SPD und AfD legen leicht zu

In der Sonntagsfrage konnte die SPD leicht zulegen: Wären am kommenden Sonntag Bundestagswahlen, könnten die Sozialdemokraten mit einem Stimmenanteil von 16 Prozent rechnen, das ist ein Prozentpunkt mehr als zuvor.

Die CDU/CSU würde sich dagegen um einen Punkt auf 33 Prozent verschlechtern. Auch die Grünen müssten einen Punkt abgeben, blieben aber mit 20 Prozent klar zweitstärkste Kraft. Für die AfD würden elf Prozent der Befragten stimmen (plus eins). Die FDP kommt weiterhin auf acht Prozent, die Linkspartei ebenfalls unverändert auf sechs Prozent.

Rechnerisch möglich wäre damit auch ein Regierungsbündnis aus CDU/CSU und Grünen. Union und SPD kämen zusammen auf 49 Prozent.

Anm. d. Red.: Der letzte Satz dieser Meldung konnte so missverstanden werden, dass ein Bündnis aus Union und SPD rechnerisch keine Mehrheit mehr hätte. Wir haben ihn daher umformuliert.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Dual Frame (Festnetz- und Mobilfunkstichprobe)
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1025 Wahlberechtigte
Erhebungszeitraum: 15. bis 17. Februar 2021
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen
Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete das ARD Morgenmagazin am 19. Februar 2021 um 07:11 Uhr.