Eine Mutter hält ihren Sohn an der Hand. | dpa

Alterssicherung CSU fordert Alleinerziehenden-Rente

Stand: 30.12.2021 03:43 Uhr

Die CSU will Alleinerziehende künftig besser stellen und fordert für diese Gruppe eine eigene Rente. Das geht laut Medienbericht aus einem Beschlussentwurf hervor. Zudem bekräftigte die Partei ihre Forderung nach einem Generationenfonds.

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag fordert eine eigene Rente für Alleinerziehende. Das geht aus einem Beschlussentwurf für die Klausur der Landesgruppe hervor, die kommende Woche in Berlin stattfindet.

"Alleinerziehende tragen oft alleine eine doppelte Verantwortung. Viele arbeiten in Teilzeit und machen dafür Abstriche bei ihrem Verdienst und somit auch dem Erwerb von Rentenpunkten", zitiert die "Welt" aus dem Papier. "Wir wollen deshalb eine Alleinerziehenden-Rente einführen mit Zuschlägen zu den Kindererziehungszeiten für die Zeit als Alleinerziehende oder Alleinerziehender."

Als Anhaltspunkt, dass jemand für einen bestimmten Zeitraum alleinerziehend war, soll die Inanspruchnahme des Alleinerziehenden-Entlastungsbetrags bei der Steuer dienen. Finanziert werden soll dies nach CSU-Vorstellung aus Steuermitteln.

CSU will Mütterrente und Generationenfonds

Zugleich bekräftigt die CSU ihre Forderung nach einer Ausweitung der sogenannten Mütterrente und nach einer vierten Säule bei der Rente: einem Generationenfonds. Dahinter steckt die Idee, dass der Staat ab Geburt eines Bürgers pro Monat 100 Euro in einen Fonds einzahlt. Mit dem 18. Lebensjahr endet die staatliche Bezuschussung und der Erwachsene kann weiterhin selbstständig in den Fonds einzahlen.

Ziel sei laut der CSU, die Rentenlücke zu füllen, indem jede und jeder zukünftig zusätzlich eine Generationenrente erhält und dadurch Altersarmut wirksam vermieden werde.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Dezember 2021 um 08:00 Uhr.