Eine große Wunderkerze brennt in der Silvesternacht vor einer gezündeten Silvesterrakete (Archiv). | dpa
Überblick

Corona-Regeln Was Silvester erlaubt ist - und was nicht

Stand: 31.12.2021 09:11 Uhr

Darf man Silvester böllern? Wie ist es mit Tanzveranstaltungen? Und wie viele Menschen dürfen sich eigentlich noch treffen? Was in der Silvesternacht erlaubt ist - und was man bleiben lassen sollte. Ein Überblick.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es eigentlich zwischen 22.30 Uhr abends und 5 Uhr morgens eine Sperrstunde in der Gastronomie. In der Silvesternacht beginnt sie allerdings erst um 1 Uhr. Es gelten aber die von Bund und Ländern beschlossenen schärferen Regeln für private Treffen. Zusammenkünfte sind also nur noch mit höchstens zehn Personen (Geimpfte/Genesene) erlaubt. Von dieser Regelung ausgenommen sind Kinder und Jugendliche bis einschließlich 13 Jahren. In Innenräumen, in denen eine Maskenpflicht gilt, ist nur noch eine FFP2-Maske zugelassen.

Zahlreiche Kommunen haben an Silvester ein sogenanntes Ansammlungsverbot erlassen. Dann dürfen sich auf öffentlichen Plätzen nicht mehr als zehn Leute treffen. Dort ist auch das Zünden von Feuerwerk oder Böllern verboten. 

Die Regeln im Detail:

Bayern

In Bayern sind an Silvester (15 Uhr bis 9 Uhr) Ansammlungen von mehr als zehn Menschen auf öffentlichen publikumsträchtigen Plätzen und ihrer Umgebung verboten. Das Zuschauerverbot gilt auch für große überregionale Kultur-Events und vergleichbare Veranstaltungen. Untersagt sind zudem Tanzveranstaltungen - unabhängig davon, ob sie in Clubs und Diskotheken oder außerhalb geplant waren.

Geimpfte und Genesene dürfen sich auch in Bayern maximal zu zehnt treffen - Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen. In der Gastronomie dürfen auch mehr als zehn Personen gemeinsam essen. Für die Silvesternacht ist die Sperrstunde aufgehoben. Auch hier gilt ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper. Auf besonders publikumsträchtigen öffentlichen Plätzen" ist auch ein Feuerwerksverbot möglich.

Die Regeln im Detail:

Berlin

In Berlin dürfen nur Geimpfte und Genesene mit aktuell negativem Corona-Test (2G plus) zu größeren Veranstaltungen. FFP2-Masken sind dort verpflichtend. Clubs können wie Gaststätten auch weiter öffnen, allerdings ist das Tanzen untersagt. Zu Silvester gilt an bestimmten Orten ein Ansammlungs- und Feuerwerksverbot.

Maximal zehn geimpfte und/oder genesene Personen dürfen sich treffen, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Die Regeln im Detail:

Brandenburg

An Silvester sind Ansammlungen verboten, für belebte Plätze gibt es ein Böllerverbot. In Potsdam gilt etwa die gesamte Landeshauptstadt als Verbotszone für Feuerwerk. In Hotspot-Regionen bleiben nächtliche Ausgangsbeschränkungen (22 bis 6 Uhr) für Ungeimpfte in Kraft.

Ein Haushalt darf sich mit höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts treffen. Bei Geimpften/Genesene gilt hingegen auch hier eine Obergrenze von zehn Personen.

Die Regeln im Detail:

Bremen

In Bremen sind Clubs und Discos geschlossen, Tanzveranstaltungen verboten. Großveranstaltungen mit bis zu 5000 Menschen drinnen und bis zu 15.000 Menschen unter freiem Himmel sind erlaubt. Es gilt 2G und Maskenpflicht. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Fahrgäste vom 1. Januar an eine FFP2-Maske tragen.

Die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene - nur bis zu zehn Personen dürfen sich treffen - gelten seit dem 28. Dezember. Gruppen mit Ungeimpften bleiben weiter auf einen Haushalt plus zwei weitere Personen beschränkt.

Die Regeln im Detail:

Hamburg

Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr. In der Silvesternacht dürfen Restaurants, Bars und Kneipen aber bis 1 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Stehtische in der Gastronomie dürfen nicht mehr genutzt werden. Mit einem Tanzverbot kommt es faktisch zur Schließung von Clubs und Diskotheken.

An Silvester darf auf öffentlichem Grund kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. Zwischen dem 31. Dezember, 15 Uhr, und 1. Januar, 9 Uhr, dürfen nicht mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum zusammenstehen. Großveranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden.

Die Regeln im Detail:

Hessen

In der Öffentlichkeit dürfen sich Gruppen von maximal zehn Menschen treffen. Sind Ungeimpfte dabei, gelten die noch strengeren Regeln (ein Haushalt plus maximal zwei Menschen eines weiteren Haushalts). Im privaten Bereich bleibt es in Hessen aber bei einer dringenden Empfehlung für diese Kontaktbeschränkungen.

Der Betrieb von Tanzlokalen ist landesweit untersagt. Die Obergrenze für alle Veranstaltungen drinnen oder draußen liegt bei 250 Teilnehmern. Sobald mehr als elf Menschen zusammenkommen gelten 2G und Maskenpflicht, bei mehr als 101 Personen wird zusätzlich ein negativer Test erforderlich.

Die Regeln im Detail:

Mecklenburg-Vorpommern

Clubs und Diskotheken sind schon länger geschlossen, inzwischen auch Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen. Prostitution, Glücksspiel und Busreisen sind verboten. Sportveranstaltungen sind nur ohne Zuschauer erlaubt, Feiern in Gaststätten untersagt - auch zu Silvester.

Über Silvester und Neujahr ist der Verkauf von Feuerwerkskörpern und das Böllern im öffentlichen Raum nicht erlaubt. Zudem darf es keine Menschenansammlungen geben.

Die Regeln im Detail:

Niedersachsen

Feuerwerke sind auf belebten öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie öffentlich zugänglichen Flächen untersagt. Die Kommunen legen diese Orte fest. Die Stadt Hannover hat rund 50 Straßen und Plätze benannt, auf denen nicht geböllert werden darf.

Bis zum 15. Januar gelten für Gastronomie und andere öffentliche Bereiche die Auflagen der Warnstufe 3. Das bedeutet, den Alltag bestimmt vorrangig die 2G-plus-Regelung. Clubs sind geschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen verboten.

Auch die niedersächsische Landesregierung hat die Kontaktbeschränkungen bereits vor Tagen verschärft. Es dürfen sich nur noch zehn Geimpfte oder Genesene privat treffen - sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Für Ungeimpfte gilt auch hier: Ein Haushalt darf sich nur mit zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen.

Die Regeln im Detail:

Nordrhein-Westfalen

Große Silvesterpartys wird es nicht geben. Zum Jahreswechsel sind Ansammlungen von mehr als zehn Menschen auf publikumsträchtigen Plätzen und Straßen in Nordrhein-Westfalen untersagt. Clubs und Diskotheken sind geschlossen, öffentliche und private Tanz- und Discopartys untersagt. Überregionale Großveranstaltungen wie beispielsweise Bundesligaspiele sind nur noch ohne Zuschauer erlaubt. Bei anderen Events dürfen höchstens 750 Zuschauer teilnehmen. Bei Sport und Wellness in Innenräumen brauchen Geimpfte und Genesene einen negativen Schnelltest (2G plus).

Der Verkauf von Böllern und Feuerwerk zu Silvester ist bundesweit bereits verboten. In der Corona-Schutzverordnung des Landes heißt es: "Zum Jahreswechsel 2021/2022 sind öffentlich veranstaltete Feuerwerke sowie jede Verwendung von Pyrotechnik auf von den zuständigen Behörden durch Allgemeinverfügung näher zu bestimmenden publikumsträchtigen Plätzen und Straßen untersagt."

Die Regeln im Detail:

Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz dürfte es ruhig rund um Silvester und Neujahr werden. Es gilt ein An- und Versammlungsverbot.Die Landesregierung rät vom Böllern ab. Zudem können Kommunen ein Abbrennverbot für bestimmte öffentliche Plätze verhängen. Ein Verkaufsverbot ist ohnehin bundesweit beschlossen.

Seit den Weihnachtstagen sind Zuschauer bei Großveranstaltungen ausgeschlossen. Auch Clubs und Diskotheken sind dicht. Die Kontaktbeschränkung auf höchstens zehn Menschen auch bei Geimpften und Genesenen mit Ausnahme von Kindern gelten seit dem 28. Dezember. Sind Ungeimpfte dabei, gelten die noch strengeren Regeln (ein Haushalt plus maximal zwei Menschen eines weiteren Haushalts).

Die Regeln im Detail:

Saarland

Ansammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum sind an Silvester und Neujahr verboten. Diskotheken und Clubs waren bereits dicht - inzwischen sind auch vergleichbare Tanzveranstaltungen nicht mehr erlaubt. Das gilt ebenfalls für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern oder Zuschauern.

Die Regeln im Detail:

Sachsen

Zu Silvester und Neujahr sind Feiern auf öffentlichen Plätzen untersagt. Dort darf kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. Bei den Treffen von bis zu zehn Geimpften und Genesenen werden im Freistaat Kinder unter 16 Jahren nicht mitgezählt. Sobald eine ungeimpfte Person dabei ist, sind Zusammenkünfte nur zwischen einem Hausstand und einem weiteren Menschen erlaubt.

In geschlossenen öffentlichen Einrichtungen und bei körpernahen Dienstleistungen müssen FFP2-Masken getragen werden. Seit November gilt eine nächtliche Ausgangssperre für besonders betroffene Corona-Hotspots.

Die Regeln im Detail:

Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt sollen sich nicht mehr als zehn Geimpfte/Genesene privat treffen. Ausnahmen sind Kinder unter 15 Jahren. Anders als in anderen Bundesländern, ist das in Sachsen-Anhalt aber keine strenge Regel, sondern lediglich eine Empfehlung. Für Ungeimpfte gilt, dass sich Menschen eines Haushalts nur mit bis zu zwei weiteren Menschen eines anderen Haushalts treffen dürfen.

Seit dem 23. Dezember dürfen bereits keine Clubs und Diskotheken mehr öffnen. Weil der Landtag die epidemische Lage festgestellt hat, haben die Landkreise und kreisfreien Städte die Möglichkeit, weitere Maßnahmen zu verhängen.

Die Regeln im Detail:

Schleswig-Holstein

Behörden können für Straßen, Wege und Plätze, auf denen an Silvester und Neujahr mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken. Bei Veranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind nur noch 1000 Zuschauer erlaubt. In Clubs und Diskotheken, sowie auf Partys und Bällen muss zum Impf- oder Genesenen-Nachweis ein negativer Corona-Test vorgezeigt werden (2G plus). Beim Tanzen gilt Maskenpflicht.

Thüringen

Silvester-Veranstaltungen im öffentlichen Raum sind verboten. In bestimmen Regionen darf auch kein Feuerwerk mitgeführt oder gezündet werden. Bei den Kontaktbeschränkungen werden Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren und drei Monaten in der Zählung außen vor gelassen. Clubs und Diskotheken sind schon länger geschlossen. Auch Volksfeste, Weihnachtsmärkte oder Messen sind untersagt. An den Thüringer Schulen wird es an den ersten beiden Tagen nach den Ferien (3./4.1.) keinen Unterricht geben. Danach sollen die Schulen und Behörden die Lage selber bewerten und entscheiden, ob es Distanzunterricht geben soll.

Die Regeln im Detail:

Über dieses Thema berichtete unter anderem der NDR am 29. Dezember 2021 um 17:00 Uhr und der HR am 28. Dezember 2021 um 16:45 Uhr.