Bayerns AfD-Landessprecher Petr Bystron | Bildquelle: dpa

AfD-Politiker in Südafrika Schießtraining mit Rassisten

Stand: 18.12.2018 13:51 Uhr

Auf einer Dienstreise nach Südafrika hat sich der AfD-Politiker Bystron laut Report Mainz mit Vertretern einer rassistischen Organisation getroffen. Mit ihnen absolvierte er ein Schießtraining. Bystron sieht darin kein Problem.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron hat sich in Südafrika mit Vertretern der rassistischen Organisation "Suidlanders" getroffen. Das ergaben Recherchen von Report Mainz.

Bystron, der im Bundestag Obmann des Auswärtigen Ausschusses ist, verteidigte sein Treffen mit der Organisation. Er habe keine Berührungsängste mit den "Suidlanders". "Ich habe das so empfunden, dass das eine Organisation von überwiegend weißen Farmern ist, die Angst haben um ihr Leben und die sich organisieren, um zu überleben, sollte es zum schlimmsten Fall kommen." Auf seiner Reise nach Südafrika habe er neben den "Suidlanders" auch Vertreter der Regierungspartei ANC und von Nichtregierungsorganisationen getroffen.

AfD-Obmann nimmt an Schießtraining mit südafrikanischen Rechtsradikalen teil
nachtmagazin 23:45 Uhr, 19.12.2018, Heiner Hoffmann, ARD Johannesburg

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Schießtraining mit Rassisten

Während der Reise, die vom Bundestag finanziert wurde, absolvierte Bystron auch ein Schießtraining. Auf die Frage, ob er auch selbst geschossen habe, sagte er: "Natürlich. Ich bin Jäger. Haben Sie nie geschossen?"

Die "Suidlanders" sind ein Zusammenschluss von ausschließlich weißen Südafrikanern. "Wir glauben, es wird einen Rassenkrieg geben in Südafrika. Das ist nicht zu vermeiden", sagte Simon Roche, der Sprecher der "Suidlanders" gegenüber der ARD. "Man kann Öl und Wasser nicht mischen. Unter den jetzigen Umständen kann man in Südafrika keine Zivilisation erbauen."

"Eindeutig rassistisch-völkische Organisation"

Nach Einschätzung von Gareth Newham vom südafrikanischen Institute for Security Studies in Pretoria handelt es sich bei den "Suidlanders" um einen Zusammenschluss von völkischen Rassisten: "Ihre Ideologie ist die Überlegenheit der weißen Rasse", sagte Newham. "Ihr einziger Existenzgrund ist die angebliche Verteidigung gegen die Schwarzen. Man kann sie eindeutig als rassistische völkische Organisation beschreiben."

Die Gruppe glaubt, dass ein Genozid an der weißen Bevölkerung bevorstehe. Sie wollen sich mit Waffengewalt gegen einen solchen angeblichen Angriff wehren. Dafür absolvieren sie paramilitärische Trainings. In der Vergangenheit zeigten sich Vertreter der "Suidlanders" auch mit dem Ku Klux Klan. Der Verein steht unter Beobachtung der südafrikanischen Sicherheitsbehörden.

Lischka appelliert an den Verfassungsschutz

SPD-Politiker Burkhard Lischka kritisierte den Besuch. "Mir bleibt da die Spucke weg, dass eine solche Reise aus Steuerzahlermitteln finanziert wurde." Das Treffen zeige das doppelte Spiel der AfD. Auf der einen Seite fasse man Unvereinbarkeitsbeschlüsse mit extremistischen Organisationen, auf der anderen Seite treffe man sich öffentlich mit Vertretern. "Das zeigt ein weiteres Mal, dass in der AfD inzwischen der völkisch-nationalistische Flügel in erheblichem Maße das Zepter schwingt. Auch hier in der Bundestagsfraktion - Petr Bystron ist ein weiteres Beispiel dafür." Lischka forderte eine Beobachtung der Partei durch den Verfassungsschutz.

Über dieses Thema berichtete das Erste am 18. Dezember 2018 um 21:45 Uhr in dem Magazin "Report Mainz".

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