Ein Fläschchen mit Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer | dpa

Corona-Impfstoff Spahn deckelt BioNTech-Lieferungen

Stand: 19.11.2021 18:14 Uhr

Mehr als 90 Prozent der Ärzte bestellen nach Angaben des Gesundheitsministeriums den Corona-Impfstoff von BioNTech. Damit die eingelagerten Moderna-Vakzine nicht auslaufen, soll die Bestellmenge von BioNTech nun begrenzt werden.

Ärztinnen und Ärzte in Deutschland können ab nächster Woche nicht mehr so viel Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer bestellen, wie sie wollen. Die Höchstbestellmenge werde auf 30 Impfdosen pro niedergelassenem Arzt oder niedergelassener Ärztin beschränkt, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Impfzentren und mobile Impfteams könnten pro Woche 1020 Dosen bestellen.

Eingelagerter Moderna-Impfstoff soll nicht auslaufen

Hintergrund ist demnach die Tatsache, dass die Medizinerinnen und Mediziner derzeit zu mehr als 90 Prozent den Impfstoff von BioNTech/Pfizer nachfragen. "Gleichzeitig sollte auch der Impfstoff von Moderna für Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Moderna-Impfstoffe droht", heißt es in dem Schreiben von Gesundheits-Staatssekretär Thomas Steffen an die Bundesländer. "Es muss uns ein gemeinsames Anliegen sein, dies mit allen Mitteln zu verhindern."

"Je nach Zahl der Bestellungen werden die Ausliefermengen gegebenenfalls durch eine Kontingentierung angepasst, um eine möglichst gleichmäßige Verteilung sicherzustellen", heißt es in dem Schreiben weiter. Bestellungen für Moderna-Impfstoff würden keiner Höchstgrenze unterliegen.

In dem Schreiben wird zugleich betont, dass das Ministerium "Vorsorge getroffen hat, damit ausreichend Impfstoff für Auffrischimpfungen zur Verfügung steht". Bis Ende des Jahres würden für diesen Zweck mehr als 40 Millionen Dosen zur Verfügung stehen.