Sahra Wagenknecht | Bildquelle: AP

Wagenknecht will "neuen Aufbruch" Sammlungsbewegung "Aufstehen" gestartet

Stand: 04.09.2018 13:20 Uhr

Mit mehr als 100.000 Anhängern hat Linken-Politikerin Wagenknecht die Sammlungsbewegung "Aufstehen" gestartet. Auch Politiker von SPD und Grünen beteiligen sich. Doch die Parteispitzen distanzieren sich.

In Berlin ist die linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" gestartet. Sie habe mehr als 80 Initiatoren, darunter Politiker von Linkspartei, Grünen und SPD, viele Schriftsteller, Künstler und Professoren, erläuterte Sahra Wagenknecht. Die Linken-Fraktionschefin hat das Projekt ins Leben gerufen.

Wagenknecht sagte, möglichst viele Mitglieder der Linken, SPD und Grünen sollten mitmachen. "Der Sinn ist natürlich, die Parteien zu verändern." Das Kernanliegen sei eine neue Regierung für Deutschland. Wagenknecht betonte, dass SPD, Linkspartei und Grüne vor der Bundestagswahl eine Mehrheit in der Bevölkerung gehabt hätten. "Wir brauchen einen neuen Aufbruch", sagte Wagenknecht.

"Das Projekt ist eine Einladung", fügte die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange von der SPD hinzu. Sie würde sich auch über eine Beteiligung ihrer Partei freuen.

Grünen-Mitbegründer Volmer warf seiner Partei "Verlust an programmatischer Substanz" vor. Nach 13 Jahren ohne politische Tätigkeit sei es für ihn höchste Zeit, auf linker Seite eine "Gegenmacht" mit aufzubauen. Denn der politische Mainstream von CDU, SPD und Grünen werde von AfD und CSU auf der Rechten attackiert, die Linke stehe mit internen Konflikten daneben.

Start der linken Bewegung "Aufstehen"
tagesschau 20:00 Uhr, 04.09.2018, Julia Krittian, ARD Berlin

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Kritik von SPD, Linken und Grünen

Laut eigener Auskunft sind mehr als 100.000 Menschen Teil von "Aufstehen". Damit seien die Erwartungen übertroffen worden, betonte Wagenknecht. "Ich bin wirklich beeindruckt, wie viele Menschen sich gemeldet haben."

Die Macher wollen basisdemokratische Politik machen, unter anderem über online-Instrumente wie "Pol.is". Diese Debatten-Plattform solle "Deutschland zu einem Parlament" machen, sagte einer der Gründer. Dabei gehe es nicht um Meinungen, sondern um die Sammlung von Ideen.

Heimat für heimatlose Wähler

"Aufstehen" soll politisch heimatlose Wähler ansprechen und auch die AfD schwächen. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch begrüßte die Sammlungsbewegung. Es gebe einen Kulturkampf von rechts, sagte Bartsch im SWR. Da sei ihm jede Idee, die etwas dagegen tue, willkommen. Er rate dringend, zu schauen, ob es ein "Aufstehen" gebe.

Die Spitzen von Linken, SPD und Grünen sehen "Aufstehen" skeptisch - sie fürchten eine weitere Spaltung des linken Spektrums. "Was Wagenknecht und Lafontaine da machen, ist keine Bewegung, sondern ein Machtkampf innerhalb der Linkspartei", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. September 2018 um 11:00 Uhr.

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