Schatten von Personen neben einer EU-Flagge | picture-alliance/ dpa/dpaweb

Europawahl 2019 Diese Spitzenkandidaten treten an

Stand: 05.05.2019 14:18 Uhr

Manfred Weber und Katarina Barley - diese Namen gehören noch zu den bekannteren unter den Spitzenkandidaten zur Europawahl in Deutschland. Doch insgesamt werben mehr als 1300 Kandidaten um die Stimmen der Wähler. Ein Überblick.

Bei der Europawahl in Deutschland werben 41 Parteien mit insgesamt 1380 Kandidatinnen und Kandidaten um die Stimmen der Wähler. 96 dieser Bewerber von werden in den nächsten fünf Jahren als Abgeordnete in Straßburg und Brüssel die europäische Politik mitbestimmen.

FDP mit längster Bundesliste

Die mit Abstand längste Bundesliste hat die FDP bei dieser Europawahl aufgestellt: Sie nominierte 168 Kandidaten. Noch mehr Bewerber schickt nur die CDU ins Rennen - deren 180 Kandidaten verteilen sich aber auf 15 Landeslisten.

Viele der kleineren Parteien haben beim Bundeswahlleiter Listen mit lediglich acht bis 15 Kandidaten eingereicht. Mit der kürzesten Bundesliste tritt die Partei für die Tiere an, die fünf Bewerber ins Rennen schickt.

Listenplatz 1 für kleine Parteien besonders wichtig

Die kleineren Parteien hoffen angesichts der fehlenden Sperrklausel darauf, zumindest einen Abgeordneten ins Europaparlament entsenden zu können. Denn dafür könnte schon ein Ergebnis zwischen 0,5 und 1,0 Prozent der Stimmen reichen - bei der Europawahl 2014 zogen zwei deutsche Parteien mit Ergebnissen von 0,6 Prozent in Parlament ein. Umso wichtiger ist bei vielen Parteien die Spitzenkandidatur auf Listenplatz 1, der die größten Chancen auf den Sprung ins Europäische Parlament bietet.

Die Reihenfolge der Parteien basiert auf den Angaben des Bundeswahlleiters

* Die Spitzenkandidaten führen die Listen der jeweiligen Parteien auf Platz 1 an. Auch bei Parteien, die ausdrücklich ein Duo aus zwei Spitzenkandidaten nominiert haben, wird aus Gründen der Einheitlichkeit jeweils nur der Bewerber oder die Bewerberin auf Listenplatz 1 genannt.

** Manfred Weber ist gemeinsamer Spitzenkandidat von CDU und CSU, obwohl er auf keiner der 15 CDU-Landeslisten auftaucht, sondern nur auf Platz 1 der CSU-Landesliste für Bayern. Alle anderen Parteien haben jeweils eine bundesweite Liste

Über dieses Thema berichteten Deutschlandfunk Nova am 06. Mai 2019 um 14:25 Uhr und Deutschlandfunk am 08. Mai 2019 um 07:14 Uhr.