US Präsident Donald Trump | AFP

Trump zu Autozöllen "Die EU ist fast so schlimm wie China"

Stand: 31.08.2018 08:37 Uhr

Im Handelsstreit mit den USA hat die EU angeboten, künftig auf alle Autozölle zu verzichten, sollten die USA dasselbe tun. US-Präsident Trump wies den Vorschlag mit deutlichen Worten zurück.

US-Präsident Donald Trump lehnt den Vorschlag der Europäischen Union (EU) ab, sämtliche Zölle auf Autoimporte zu streichen. Das Angebot sei "nicht gut genug", sagte Trump der Nachrichtenagentur Bloomberg.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hatte zuvor die Bereitschaft der EU erklärt, alle Autozölle auf Null zu reduzieren, sollten die USA dasselbe tun.

EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump im Weißen Haus | AP

Streiten über Importzölle: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump. Bild: AP

"Ihr Kaufverhalten ist, ihre Autos zu kaufen, nicht unsere Autos zu kaufen", sagte Trump mit Blick auf Verbraucher in der EU. "Die Europäische Union ist fast so schlimm wie China, nur kleiner."

Ende Juli hatten sich US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker überraschend darauf geeinigt, konkrete Gespräche über einen Abbau von Handelsbarrieren aufzunehmen. Zusätzliche Autozölle waren damit vorerst vom Tisch.

Trump droht mit WTO-Austritt

Erneut drohte Trump mit einem Austritt der USA aus der Welthandelsorganisation (WTO). "Wenn sie sich nicht weiterentwickelt, würde ich mich aus der WTO zurückziehen", sagte Trump im Interview mit Bloomberg.

Die WTO behandelt unter anderem diverse Beschwerden gegen Trumps Strafzölle, die er unter Berufung auf Belange der Nationalen Sicherheit der USA hatte verhängen lassen. Die Europäische Union ist der Ansicht, dass dies eine Verletzung der WTO-Regeln darstellt.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 31. August 2018 um 07:39 Uhr.

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KOMMENTARE

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Newton 31.08.2018 • 15:55 Uhr

Ihr Kaufverhalten ist, ihre Autos zu kaufen

Es gibt interessante amerikanische Autos wie Dodge Challenger, Chevrolet Camaro und Ford Mustang. Es ist allerdings unverständlich, dass es für diese Autos nicht mal als Sonderausstattung vorne Parkassistenten gibt. Viele Garagen, die 50 Jahre und älter sind, haben Einfahrten, die kaum breiter sind als diese Autos. Ohne die Einparksensoren sind Schäden an den vorderen Stoßfänger vorprogrammiert. Es gibt auch europäische Hersteller, bei denen die Sensoren bei bestimmten Modellen nicht serienmäßig montiert sind, sie können aber als Extras bestellt werden. Das Einparken in Längsrichtung wird mit den Sensoren bei kleineren Parklücken auch erleichtert und die Gefahr, die hinteren Stoßfänger von anderen Fahrzeugen zu beschädigen, ist geringer. Die Amerikaner können es ja. Bei anderen Modellen bieten sie diese Assistenzsysteme an. Also, nicht nur über die Europäer herziehen, sondern bitte deren Wünsche berücksichtigen, dann werden auch mehr US-Autos gekauft.