EU-Sonderbeauftragter Alexander Rondos

Sonderbeauftragter entsandt EU will im Südsudan vermitteln

Stand: 26.12.2013 01:44 Uhr

Die Europäische Union reagiert auf den gewaltsamen Konflikt im Südsudan. Sie entsendet den Sonderbeauftragten Alexander Rondos in die Region. Er solle eine politische Lösung des Konflikts zu unterstützen, teilte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton mit. Der Sondergesandte solle vor Ort Verbindungen zu den Nachbarländern und Organisationen aufbauen. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass alle Beteiligten umgehend den politischen Dialog aufnähmen.

EU-Sonderbeauftragter Alexander Rondos

Alexander Rondos reist als EU-Sonderbeauftragter in den Südsudan.

Ashton zeigte sich "tief besorgt" über die Situation in dem afrikanischen Land. Sie rief die Konfliktparteien auf, die Waffen niederzulegen.

Ban sichert Südsudanesen Unterstützung zu

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sicherte den betroffenen Menschen im Südsudan Unterstützung zu. "Wir wissen, dass viele von Ihnen unter furchtbaren Angriffen gelitten haben", sagte er in einer Videobotschaft. Er sprach von schweren Menschenrechtsverletzungen und appellierte an die Konfliktparteien, die Zivilisten zu schützen. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Tag zuvor beschlossen, die Blauhelmmission in dem Land erheblich aufzustocken. "Wir verstärken unsere Präsenz und werden unser Bestes tun, um die Gewalt zu stoppen und eine bessere Zukunft zu schaffen", so Ban.

Die Vereinten Nationen riefen zudem dazu auf, für die Bevölkerung im Südsudan zu spenden. Bis März bräuchten die Hilfsorganisationen mindestens 166 Millionen Dollar (rund 121 Millionen Euro) zum Unterhalt der Flüchtlingslager sowie für Lebensmittel und Gesundheitsvorsorge, erklärte das UN-Büro zur Koordination der Nothilfe (OCHA).

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Machtkampf im Südsudan

Zehntausende Menschen auf der Flucht

Nach Schätzungen der UN starben seit Beginn der Kämpfe vor zehn Tagen Tausende Menschen, Zehntausende sind auf der Flucht. In dem rohstoffreichen Land kämpfen Anhänger von Präsident Salva Kiir gegen Verbündete seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar. Beide Männer stützen sich auf Einheiten des Militärs.

Karte: Südsudan

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Dezember 2013 um 20:00 Uhr.