Hintergrund

Hintergrund Die Terrorgruppe IS

Stand: 26.07.2014 13:06 Uhr

Die Organisation "Islamischer Staat" (ehemals "Islamischer Staat im Irak und in Syrien") gehört zu den radikalsten islamistischen Gruppen im Nahen Osten. Sie kämpft für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum. IS ging aus dem irakischen Widerstand der 2003 gegründeten Gruppe "Tawhid und Dschihad" hervor, die sich gegen die US-Invasion im Irak wandte. Die Gruppe griff im Irak nicht nur US-Soldaten an, sondern verübte auch Selbstmordanschläge auf Schiiten und Christen im Land.

Erster Anführer war der für seine Grausamkeit berüchtigte Jordanier Abu Mussab Al-Sarkawi. Al-Sarkawi wurde 2006 von der US-Armee getötet. Seither führen Iraker die Organisation. Seit Mai 2010 steht der Iraker Abu Bakr Al-Bagdadi an der Spitze der IS. Deren ehemaliger Name "Islamischer Staat im Irak und der Levante" verdeutlicht den Anspruch, einen sunnitischen Großstaat zwischen Mittelmeer und Euphrat zu errichten: Der Begriff Levante ("Sonnenaufgang") bezieht sich auf das Hinterland der östlichen Mittelmeerküste.

Mitglieder der ISIS-Miliz
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Die Mitglieder der Terrorgruppe ISIS kämpfen für einen sunnitischen Gottesstaat im arabischen Raum.

An Macht gewann die IS, als sie sich im Frühjahr 2013 in den syrischen Bürgerkrieg einmischte. Dort überwarf sie sich mit der aus syrischen Salafisten bestehenden Al-Nusra-Front, obwohl beide Gruppen damals dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestanden. Vor allem im Nordosten Syriens greift IS syrisch-kurdische Städte an und tötet die Zivilbevölkerung. Im Irak profitiert die IS vom Streit der von Schiiten dominierten irakischen Regierung unter Nuri Al-Maliki mit den sunnitischen Parteien des Landes.

Durch Spenden finanziert

IS finanziert sich vor allem durch Spenden aus den Golfstaaten Katar und Saudi-Arabien, aber auch durch Wegzölle entlang der Grenzen zwischen Irak und Syrien. In den Reihen der Gruppe kämpfen internationale Brigaden, darunter Muslime aus Nordafrika und den arabischen Golfstaaten sowie Konvertiten aus Europa und Nordamerika.

(Quelle: dpa)

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