Feuerwehrleute mit ihrem Löschfahrzeug vor verbrannter Vegetation nahe Landiras in der Gironde-Region in Frankreich | AFP

Waldbrände in Südeuropa Feuer an Atlantikküste eingedämmt

Stand: 23.07.2022 13:55 Uhr

An Frankreichs Atlantikküste haben sich die Waldbrände nicht weiter ausgebreitet. In Südtirol sorgten Blitze für kleinere Brände. In Griechenland brennt es im Dadia-Nationalpark, dem größten Waldgebiet Südosteuropas.

An der französischen Atlantikküste breiten sich die seit mehr als einer Woche lodernden Waldbrände nicht weiter aus. Teilweise konnten Einwohner in ihre Häuser zurückkehren, hieß es von der Präfektur. Bisher seien durch zwei Großfeuer bei Landiras und La Teste-de-Buch mehr als 20.600 Hektar Land zerstört worden. Tausende Menschen wurden zur Sicherheit evakuiert.

Spanien meldet bereits jetzt das verheerendste Waldbrandjahr seit Beginn der Erfassung. Bislang sind fast 2000 Quadratkilometer abgebrannt, was etwa 80 Prozent der Fläche des Saarlands entspricht. Bis auf ein Feuer auf Teneriffa sind aber alle Brände inzwischen weitgehend unter Kontrolle.

Feuer in Griechenland

Auch in Griechenland brennt es: Im Dadia-Nationalpark, im Osten des griechischen Festlands, zerstörte ein Großbrand eines der größten Waldgebiete Südosteuropas. Auch auf der Insel Lesbos brennt es großflächig, hinzu kommen kleinere Brände auf dem Peleponnes. Mittlerweile sei ein Großteil der 86 griechischen Löschflugzeuge und -hubschrauber im Einsatz, hieß es vom Zivilschutz.

Auch in den kommenden Tagen soll es in Griechenland trocken und heiß bleiben - die "perfekte Kulisse" für weitere Waldbrände, warnten Meteorologen.

Blitze entzünden Waldbrände in Südtirol

Ein heftiges Gewitter mit zahlreichen Blitzeinschlägen hat in Südtirol zu kleineren Waldbränden geführt. Außerdem stürzten zahlreiche Bäume um. Auch in Südtirol, das eigentlich keine Waldbrandgegend ist, ist es zu trocken, da es kaum regnet und im Winter wenig geschneit hat.

Die Provinz Bozen verhängte im Bereich der Etsch den Wassernotstand. Dort darf tagsüber kein Wasser mehr genutzt werden, um öffentliche und touristische Grünflächen zu wässern. Für das Wochenende galt wegen Temperaturen um die 38 Grad die Hitzewarnstufe Rot.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Juli 2022 um 08:39 Uhr.