Einsatzkräfte stehen vor dem abgesperrten Konsulat der Ukraine in Brno, Tschechien. | picture alliance/dpa/CTK

Nach Angaben der Ukraine Botschaften erhalten Päckchen mit Tieraugen

Stand: 02.12.2022 15:18 Uhr

Der Ukraine zufolge wurden an Auslandsvertretungen in mehreren europäischen Ländern Päckchen mit Tieraugen versendet. Erst in den vergangenen Tagen waren Briefbomben unter anderem an die ukrainische sowie an die US-Botschaft verschickt worden.

Bei mehreren Auslandsvertretungen der Ukraine sind nach Angaben des Außenministeriums in Kiew "blutige Päckchen" eingegangen, die Tieraugen enthalten hätten. Die Päckchen seien in die Botschaften in Ungarn, den Niederlanden, Polen, Kroatien, Italien und an drei Konsulate in Italien, Polen und Tschechien verschickt worden, schreibt der Sprecher des Außenministeriums Oleh Nikolenko auf Facebook.

Vorfälle soll es zudem vor dem Sitz des ukrainischen Botschafters beim Vatikan und den Botschaften in Kasachstan und den USA gegeben haben. Päckchen und Briefe seien synchron aus "einem europäischen Land" eingegangen.

Kuleba vermutet Einschüchterungsversuche

"Da sie nicht in der Lage sind, die Ukraine an der diplomatischen Front zu stoppen, versuchen sie, uns einzuschüchtern", kommentierte Außenminister Dmytro Kuleba die Vorfälle mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen sein Land.

An allen ukrainischen Auslandsvertretungen seien die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden. Kuleba versicherte aber, dass die ukrainischen Diplomaten davon unbeeindruckt weiter arbeiten würden.

Spanien: Zusammenhang mit Krieg nicht ausgeschlossen

In den vergangenen Tagen waren in Spanien Briefbomben unter anderem an die ukrainische sowie an die US-Botschaft verschickt worden. Auch führende Politiker sollen Briefbomben erhalten haben. Ein Sicherheitsbeauftragter der ukrainischen Vertretung wurde leicht verletzt, als der Sprengsatz detonierte. Zum Absender gab es zunächst keine Angaben. Niemand bekannte sich zu den Taten. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska schließt nach eigenen Angaben jedoch nicht aus, dass diese Vorfälle mit dem Krieg in der Ukraine im Zusammenhang stehen.