Der Papst nach der Messe zu Neujahr | AP

Papst zu Neujahr "Mütter fördern und Frauen schützen"

Stand: 01.01.2022 17:21 Uhr

Zwei zentrale Botschaften hat Papst Franziskus am Neujahrstag ausgesendet: Frauen müssten gestärkt werden - sie wüssten, wie man Frieden stifte. Zudem solle sich die Menschheit auf das Gute konzentrieren.

Papst Franziskus hat zum Auftakt des neuen Kalenderjahres die Rolle der Frauen und Mütter in der Gesellschaft hervorgehoben. In seiner Predigt zum Fest der Gottesmutter Maria sagte er im Petersdom, dass Mütter gefördert und Frauen beschützt werden müssten.

"Wie viel Gewalt gibt es gegen Frauen", klagte der 85-Jährige. "Damit muss Schluss sein! Eine Frau zu verletzen bedeutet, Gott zu beleidigen, der von einer Frau seine Menschengestalt angenommen hat."

Friedensstifterinnen

Die Kirche sei Mutter, die Kirche sei Frau, sagte der Argentinier. "Die Mütter und Frauen blicken nicht auf die Welt, um sie auszubeuten, sondern um ihr Leben zu schenken." Genau das benötige die Welt in dieser Zeit von Krisen und Kriegen. Mütter wüssten, wie man Hindernisse und Konflikte überwinde, wie man Frieden stifte.

"Wir brauchen Menschen, die Bande der Gemeinschaft knüpfen können, welche den vielen Stacheldrähten der Spaltung etwas entgegenzusetzen haben", sagte der Papst. Mütter und Frauen sähen mit dem Herzen, wie der Pontifex unterstrich. "Und da Mütter Leben schenken und Frauen die Welt bewahren, sollten wir uns alle dafür einsetzen, Mütter zu fördern und Frauen zu beschützen", forderte Franziskus.

Tausende hören auf dem Petersplatz im Vatikan der Neujahrsbotschaft von Papst Franziskus zu. | AP

Tausende hören auf dem Petersplatz im Vatikan der Neujahrsbotschaft von Papst Franziskus zu. Bild: AP

Auf das Gute fokussieren

In seiner Neujahrsbotschaft an die Welt rief er dazu auf, sich auf das die Menschheit verbindende Gute zu konzentrieren. Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte er, die Zeiten seien noch immer unsicher und schwierig.

Frieden erfordere konkretes Handeln. Er entstehe, indem man "auf die Geringsten achtet, für Gerechtigkeit eintritt, mit dem Mut zur Vergebung, und so das Feuer des Hasses löscht".

Tausende Menschen hatten sich bei mildem, sonnigen Wetter auf dem Petersplatz versammelt, um die Worte des Papstes zu hören. Zum Schutz gegen das Coronavirus trug die Menge Masken. Wichtig sei eine positive Haltung, sowohl in der Kirche als auch in der Gesellschaft, die stets "nicht das Übel sieht, das uns trennt, sondern das Gute, das uns verbindet".

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 01. Januar 2022 um 12:02 Uhr.