Österreichs Kanzler Schallenberg (Mitte) und Gesundheitsminister Wolfgang Mueckstein (rechts) | REUTERS

Corona-Pandemie Österreich führt landesweit 2G ein

Stand: 05.11.2021 22:13 Uhr

Österreich erhöht massiv den Druck auf Ungeimpfte - ab Montag dürfen nur noch Geimpfte und Genesene ins Restaurant, zum Friseur oder zu Veranstaltungen mit mehr als 25 Gästen. Vielerorts werden FFP2-Masken Pflicht.

Menschen ohne Corona-Impfung dürfen in Österreich ab Montag keine Lokale, Friseure und Veranstaltungen mehr besuchen. Auch für Tourismusbetriebe gibt es dann nur noch nach Impfung oder Genesung (2G-Regel) Zutritt.

Auch bei Veranstaltungen von mehr als 25 Menschen soll künftig 2G gelten. Zudem müsse im gesamten Handel, in Museen oder Bibliotheken eine FFP2-Maske getragen werden. Das gab die Regierung in Wien nach Beratungen mit den Chefs der neun Bundesländer bekannt. "Wir werden die Zügel für die Ungeimpften straffer ziehen müssen", sagte Kanzler Alexander Schallenberg.

In Österreich steigt die Zahl der Neuinfektionen in der vierten Welle rasant. Am Freitag stand die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen bei 9388 - nahe dem bisherigen Rekordwert von 9586, der vor etwa einem Jahr erreicht wurde.

Druck auch auf Geimpfte

Als Anreiz, sich erstmals impfen zu lassen, plant die Regierung eine Übergangsphase. Noch vier Wochen lang wird die erste Dosis in Verbindung mit einem PCR-Test als 2G gelten. Zusätzlich wird auch der Druck auf bereits vollständig Immunisierte erhöht, damit sich möglichst viele Menschen eine dritte Dosis als Booster-Impfung holen: Impfpässe werden künftig nur neun Monate lang nach der zweiten Teilimpfung gültig bleiben.

In Österreich haben 66,5 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz - leicht unter der deutschen Rate von 69 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Alpenland stand zuletzt bei 522.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. November 2021 um 23:00 Uhr.