Italien: Fußgängerzone in Rom. | dpa

Steigende Infektionszahlen Italien verlängert Corona-Maßnahmen

Stand: 22.02.2021 14:34 Uhr

Italien setzt seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie angesichts steigender Infektionszahlen fort. Das hat die neue Regierung in Rom beschlossen - und die Regeln sogar noch einmal verschärft.

Von Jörg Seisselberg, ARD-Studio Rom

Es ist die erste Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi zur Corona-Pandemie. Sie setzt die Linie der Vorgängerregierung zunächst einmal fort. Um einen Monat, bis zum 27. März, werden die Anti-Corona-Beschränkungen verlängert. Es bleibt damit beim Verbot, sich zwischen den Regionen im Land zu bewegen. Ausnahmen gibt es nur aus dringenden Gründen, zum Beispiel wenn jemand zur Arbeit oder zu einem Arzt muss.

Jörg Seisselberg ARD-Studio Rom

Mit der Verlängerung der Maßnahmen bleibt es auch beim Drei-Zonen-System. Je nach Verbreitung der Infektionen gelten in den Regionen mehr oder weniger strenge Regeln. In orangenen und roten Zonen dürfen beispielsweise Bars und Restaurants keine Gäste empfangen. In gelben Zonen ist eine Bewirtung zumindest bis 18 Uhr möglich.

Keine Besuche in roten Zonen

Trotz dieser Zonen-Regelung sind die Infektionsraten zuletzt im ganzen Land wieder gestiegen. Deswegen fordern unter anderem Virologen eine Verschärfung der Maßnahmen. Und die neue Regierung zieht zumindest in einem Punkt die Schrauben an: In den roten Zonen sollen Besuche von Freunden nicht mehr möglich sein, meldet die Nachrichtenagentur Ansa.

Bislang war es erlaubt, dass auch in Regionen mit hoher Infektionsrate zwei Erwachsenen mit ihren Kindern eine andere Familie besuchen. Aktuell wird diese Einschränkung allerdings nicht wirksam, da in Italien zurzeit keine Region als rote Zone eingestuft ist.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 22. Februar 2021 um 14:07 Uhr.