Internationale Raumstation (ISS) (Archivbild: 04.10.2018) | picture alliance/dpa/NASA

Gefahr im All ISS wegen Weltraumschrotts kurzfristig geräumt

Stand: 15.11.2021 15:00 Uhr

Wegen möglicher Kollisionen mit Satelliten-Trümmern musste die Internationale Raumstation ISS gleich zweimal geräumt werden. Die sieben Raumfahrer brachten sich in den beiden angedockten Raumschiffen in Sicherheit.

Wegen einer möglichen Kollision mit Weltraumschrott ist die Internationale Raumstation ISS zweimal kurzzeitig geräumt worden. Die sieben Raumfahrer hätten sich zwei Mal in zwei an der Station angedockten Raumschiffen in Sicherheit gebracht, sagte der Kosmonaut Pjotr Dubrow der Staatsagentur Tass zufolge.

Vorkehrung für Rückkehr zur Erde

Der deutsche Astronaut Matthias Maurer wechselte laut der Europäischen Weltraumorganisation Esa in die "Crew Dragon", mit der der Saarländer erst am vergangenen Freitag den Außenposten der Menschheit erreicht hatte. Im Falle eines Zusammenstoßes hätte die Besatzung so schnell zur Erde zurückfliegen können.

Kurze Zeit später gab es jeweils Entwarnung: Die Trümmer eines ausgedienten Satelliten flogen den Angaben zufolge an der ISS vorbei. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es zu einer Kollision gekommen sei, sagte Dubrow. Die Raumfahrer konnten wieder in die Station zurückkehren.

Die ISS musste in den vergangenen Jahren immer wieder Weltraumschrott ausweichen. Dafür wird normalerweise die Flugbahn geändert.

Undichte Stelle in russischem Modul

Unterdessen haben die Raumfahrer eine mögliche neue undichte Stelle im russischen Modul "Swesda" gefunden. Sie solle nun näher untersucht werden, sagte Dubrow. Die Besatzungen der über 20 Jahre alten Station hatten schon mehrfach mit Lecks zu kämpfen, die der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zufolge aber keine Gefahr für die Besatzung dargestellt hatten. Diese Stellen wurden abgedichtet.

Über dieses Thema berichtete der SR in "aktueller bericht" am 15. November 2021 um 19:20 Uhr.