Ein Mann geht an einem Schild mit der Aufschrift "Test-Zentrum" in London vorbei.  | REUTERS

Coronavirus in Großbritannien Indische Variante breitet sich weiter aus

Stand: 17.05.2021 20:01 Uhr

Nach offiziellen Daten verbreitet sich die indische Coronavirus-Variante zunehmend in Großbritannien. Trotzdem unternahm die Regierung nun einen großen Schritt in Richtung Rückkehr zur Normalität.

Von Christoph Prössl, ARD-Studio London

Landesweit gebe es über 2300 bestätigte Fälle der indischen Coronavirus-Variante, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock im Unterhaus. Das sind rund 1000 mehr als noch am 12. Mai. Vor allem die nordwestenglischen Städte Bolton und Blackburn sind demnach betroffen: Dort würden 27 Personen, die sich mit der indischen Variante infiziert hätten, in Kliniken behandelt, sagte Hancock. Diese Personen seien jedoch nicht geimpft gewesen - obwohl sie dazu aufgerufen worden waren.

Christoph Prössl ARD-Studio London

Hoffnung auf Wirksamkeit der Impfungen bei Variante

Am Wochenende hatte der Gesundheitsdienst NHS mit zusätzlichem Personal Tausende in der Region geimpft - auch junge Menschen. Die britische Regierung geht davon aus, dass Impfungen auch bei der indischen Variante wirken. Studien dazu liegen noch nicht vor, erste Hinweise legen dies aber nahe.

Hancock wies erneut darauf hin, dass die indische Variante deutlich ansteckender sei als andere Mutationen, beispielsweise die Kent-Variante, die bislang in Großbritannien vorherrscht.

Kinos und Innengastronomie wieder geöffnet

Trotz der Infektionen mit der indischen Variante hat die britische Regierung heute weitere Lockerungen zugelassen. Unter anderem öffnen Kinos wieder, Innengastronomie ist wieder erlaubt.

Ob alle Corona-Maßnahmen wie geplant am 21. Juni aufgehoben werden, ist offen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 16. Mai 2021 um 06:45 Uhr.