Mohamed Houli Chemlal, Driss Oukabir und Said Ben Iazza (Archivbild: November 2020) | AFP

Katalonien Urteil im Prozess um die Terroranschläge von 2017

Stand: 27.05.2021 20:30 Uhr

Vor knapp vier Jahren haben sechs Männer mehrere Terroranschläge in Katalonien verübt. 16 Menschen starben. Nun wurden drei überlebende Täter zu teils sehr langen Haftstrafen verurteilt.

Rund vier Jahre nach den islamistischen Anschlägen in Barcelona und einer weiteren katalanischen Stadt mit 16 Toten sind drei überlebende Täter zu teils sehr langen Haftstrafen verurteilt worden. Die Miliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Taten damals für sich. Der Prozess hatte im November 2020 begonnen.

Lange Haftstrafen für die Attentäter

Die zwei Hauptangeklagten bekamen Haftstrafen von 53 Jahren und sechs Monaten beziehungsweise von 46 Jahren, wie der spanische Staatsgerichtshof in Madrid mitteilte. Der dritte Angeklagte erhielt wegen Unterstützung der islamistischen Zelle eine achtjährige Gefängnisstrafe.

Weiter hieß es, die Hauptangeklagten seien unter anderem der terroristischen Vereinigung und der Sprengstoffherstellung für schuldig befunden worden. Der dritte Mann habe als Komplize unter anderem Material besorgt.

2017: 16 Menschen gestorben, 140 wurden verletzt

Am Nachmittag des 17. August 2017 in Barcelona war ein Attentäter mit einem Lieferwagen auf dem Boulevard Las Ramblas in eine Menschenmenge gerast. Dabei starben 14 Menschen. Unter den Todesopfern war auch eine Deutsche. Auf der Flucht erstach der 22-Jährige ein weiteres Opfer. Am 21. August wurde er von der Polizei erschossen.

Am Tag nach dem Anschlag überfuhren weitere fünf mutmaßliche Islamisten im Badeort Cambrils rund 100 Kilometer südwestlich von Barcelona mehrere Passanten, verletzten sie und erstachen eine Frau. Auch diese Angreifer wurden von der Polizei erschossen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 27. Mai 2021 um 17:00 Uhr.