Eine tote Kaspische Robbe liegt am Strand von Machatschkala (Russland) | AFP

Russland Rätselhaftes Robbensterben

Stand: 11.12.2020 17:21 Uhr

Die Kadaver von fast 300 Kaspischen Robben wurden im Süden Russlands an die Küste gespült. Die Behörden rätseln über die Todesursache und haben jetzt eine Untersuchung eingeleitet. Denn die Art ist bereits vom Aussterben bedroht.

Die russischen Behörden untersuchen nach eigenen Angaben den Tod von fast 300 Kaspischen Robben. Seit Sonntag seien 272 tote Tiere an mehreren Orten in der südlichen Region von Dagestan angespült worden, teilte die staatliche Fischereibehörde mit. Einer Sprecherin zufolge könnten noch weitere tote Tiere entdeckt werden.

Eine tote Kaspische Robbe liegt am Strand von Machatschkala (Russland) | AFP

Eine tote Kaspische Robbe am Strand von Machatschkala Bild: AFP

Ursache ist noch unklar

Die Behörde geht nun der Frage nach, ob eine "ansteckende Krankheit" oder "äußerliches Einwirken" Ursachen für das Massensterben sein könnten. Es sei eine Untersuchung wegen Tiermisshandlung eingeleitet worden.

Die Kaspische Robbe gilt als vom Aussterben bedroht. Nach Meinung von Experten leidet die im Kaspischen Meer lebende Art seit Jahrzehnten unter Überjagung durch den Menschen sowie der industriellen Meeresverschmutzung. Schätzungsweise gibt es derzeit noch rund 70.000 Kaspische Robben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll die Population bei mehr als einer Million Tieren gelegen haben.