Rettungskräfte hangeln sich mit einem Seil auf das überliegende Ufer in einem überfluteten Dorf in der Stadt Gonzaga, Philippinen, 12. Oktober 2021. | EPA

Tropensturm auf den Philippinen Zahl der Todesopfer weiter gestiegen

Stand: 14.10.2021 11:00 Uhr

Nach heftigen Regenfällen auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. Weitere Menschen werden vermisst. Der Tropensturm "Kompasu" hatte Dörfer überschwemmt und Erdrutsche ausgelöst.

Die Zahl der Toten beim Tropensturm "Kompasu" auf den Philippinen steigt weiter: Bei Erdrutschen und Sturzfluten seien mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen, so die Behörden. Die Nachrichtenagentur dpa berichtet mit Bezug auf den nationalen Katastrophenschutz von 30 Toten. Mindestens 13 weitere Menschen würden vermisst. Betroffen waren besonders die Provinzen Ilocos Sur und Benguet auf der Hauptinsel Luzon. Die meisten Opfer sind den Angaben zufolge bei Erdrutschen verschüttet worden oder ertrunken.

Fast 15.000 Menschen mussten Häuser verlassen

"Kompasu", der auf den Philippinen "Maring" genannt wird, war seit vergangenem Wochenende mit starkem Regen und heftigem Wind über den Norden des südostasiatischen Inselstaates gezogen. Mehr als 14.900 Menschen hätten nach Angaben der Behörden ihre Häuser verlassen müssen. Wichtige Autobahnen und Brücken wurden nach Angaben von Regierungsvertretern überflutet. Auch die Landwirtschaft sei schwer getroffen worden. Der Tropensturm hatte die Philippinen am Mittwoch verlassen und zog abgeschwächt in Richtung China und Vietnam weiter.

"Auswirkungen des Klimawandels"

Mark Timbal von der philippinischen Katastrophenschutzbehörde sagte, die Niederschläge seien heftiger als während des Taifun "Ketsana" gewesen, durch den 2009 Hunderte Menschen ums Leben kamen. Das beweise nur die Auswirkungen des Klimawandels, wenn es um das zunehmende Ausmaß dieser Naturgefahren gehe, sagte Timbal. "Wir müssen unsere Vorbereitungen im Hinblick auf die Worst-Case-Szenarien für alle Naturgefahren ständig weiter verstärken."

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Im November 2020 hatte der Tropensturm "Vamco" fast 70 Menschen getötet. Der bisher schlimmste Taifun "Haiyan" hatte im November 2013 mehr als 6300 Menschen das Leben gekostet. Mehr als vier Millionen Menschen mussten fliehen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Oktober 2021 um 13:00 Uhr.