Ein Taucher auf dem Grund des Atlantik - hier wurde ein großer Teil der 1986 verunglückten US-Raumfähre "Challenger" entdeckt. | AFP

NASA-Spaceshuttle Teil von verunglückter "Challenger" entdeckt

Stand: 11.11.2022 08:32 Uhr

36 Jahre nach dem Challenger-Unglück haben Taucher im Atlantik ein großes Trümmerteil des Spaceshuttles gefunden. Die "Challenger" war 1986 kurz nach dem Start explodiert.

Auf dem Grund des Atlantiks ist ein großes Trümmerteil der 1986 verunglückten US-Raumfähre "Challenger" entdeckt worden. Das Kennedy Space Center der US-Raumfahrtbehörde NASA gab die Entdeckung bekannt. "Beim ersten Hören bringt es dich zurück nach 1986", sagte Michael Ciannilli, der bei der NASA für die Überreste der beiden verlorenen Spaceshuttles "Challenger" und "Columbia" verantwortlich ist.

Die Entdeckung sei eine Chance, noch einmal an die sieben Verunglückten zu erinnern und sich daran zu erinnern, wie diese Tragödie alle verändert habe, so NASA-Chef Bill Nelson auf der Homepage der NASA.

Entdeckung durch Taucher einer TV-Doku

Es handele sich um eines der größten Trümmerteile, die in den Jahrzehnten nach dem Absturz gefunden worden seien. Der Fund misst mehr als 4,5 mal 4,5 Meter und ist wahrscheinlich noch größer - das Trümmerteil ist teilweise mit Sand bedeckt.

Den Angaben zufolge wurde es im März von Tauchern für eine TV-Dokumentation entdeckt, die nach dem Wrack eines Fliegers aus dem Zweiten Weltkrieg suchten. Kürzlich bestätigte die NASA anhand von Aufnahmen, dass es sich um ein Teil der "Challenger" handelt.

Explosion des Space-Shuttles Challenger (28.01.1986) | AP

Das Space-Shuttle "Challenger" war kurz nach dem Start am 28. Januar 1986 auseinander gebrochen. Bild: AP

Reste des Spaceshuttles bleiben im Atlantik

Während die NASA über die nächsten Schritte berät, verbleiben die Überreste des Spaceshuttles vor der Küste Floridas im Meer, nahe Cape Canaveral. Es bleibt im Besitz der US-Regierung. Ciannilli sagte, die Familien aller damaligen Besatzungsmitglieder seien benachrichtigt worden.

Das Spaceshuttle war kurz nach dem Start am 28. Januar 1986 auseinander gebrochen. Alle sieben Menschen an Bord kamen ums Leben, einschließlich Christa McAuliffe, die als erste Lehrerin hätte ins All fliegen sollen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. November 2022 um 09:00 Uhr.