Ein Polizist aus Niger inspiziert die Überreste des abgebrannten Schulgebäudes in Niamey. | REUTERS

Niger in Westafrika Viele Kinder bei Feuer in Schule getötet

Stand: 14.04.2021 07:09 Uhr

Im westafrikanischen Niger sind bei einem Brand in einer Schule mindestens 20 Kinder ums Leben gekommen. Die Klassenzimmer in Strohhütten hätten aus bislang ungeklärter Ursache Feuer gefangen, sagte die Feuerwehr.

Bei einem Feuer an einer Schule im westafrikanischen Staat Niger sind nach Angaben der Feuerwehr mindestens 20 Kinder ums Leben gekommen. Mehrere Strohhütten der Schule seien in Brand geraten und die Kinder seien von dem Feuer eingeschlossen worden, teilte ein Sprecher mit. Der Leiter der Feuerwehr von Niger, Bako Boubacar, erklärte, die Ursache des Feuers in dem beliebten Viertel Pays Bas in der Hauptstadt Niamey sei bislang unklar.

Die Schule mit integriertem Kindergarten zähle rund 800 Schüler, sagte ein Vertreter der nigrischen Lehrergewerkschaft. Seiner Ansicht nach sei das Feuer offenbar in der Nähe des Schultors ausgebrochen und habe den Fluchtweg abgeschnitten. Einige Schüler hätten sich retten können, indem sie über die Wände der Hütten kletterten. Die Opfer seien hauptsächlich Kleinkinder im Vorschulalter.

Bitterarmes Land

Regierungschef Ouhoumoudou Mahamadou reiste an den Ort des Unglücks am Rande der Hauptstadt, um den Eltern der Kinder sein Beileid auszusprechen. Niger ist laut dem Index der menschlichen Entwicklung der UN das ärmste Land der Welt. Die dortigen Behörden haben Tausende Klassen in Strohhütten untergebracht. Brände sind dort wegen des leicht entzündbaren Materials keine Seltenheit, sie gehen aber selten tödlich aus.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 14. April 2021 um 06:05 Uhr.