Französische Soldaten im Norden Burkina Fasos im Jahr 2019 (Archivbild). | AFP

Burkina Faso Mindestens 47 Tote bei Terroranschlag

Stand: 19.08.2021 01:55 Uhr

Bei einem Überfall mutmaßlicher islamistischer Extremisten auf einen Konvoi sind in Burkina Faso mindestens 47 Menschen ums Leben gekommen. In dem westafrikanischen Land kommt es vermehrt zu Angriffen.

Mutmaßliche islamische Extremisten haben im westafrikanischen Staat Burkina Faso einen Konvoi überfallen und mindestens 47 Menschen getötet. Bei den Opfern handelt es sich nach Regierungsangaben um mindestens 30 Zivilisten sowie 17 Soldaten und freiwillige Kämpfer. Sicherheitskräfte hätten 58 "Terroristen" getötet. Die restlichen Angreifer seien "in die Flucht geschlagen" worden, so das Kommunikationsministerium. Zu dem Angriff in der nördlichen Sahel-Region des Landes bekannte sich zunächst niemand.

In Burkina Faso kommt es gehäuft zu Gewaltakten, die mit den Terrorgruppen Al-Kaida und Islamischer Staat in Verbindung gebracht werden. Tausende Menschen starben bei Anschlägen, rund 1,3 Millionen Menschen wurden vertrieben.

Sicherheitslage in Burkina Faso katastrophal

Zuletzt gerieten zunehmend Sicherheitskräfte ins Visier. Kürzlich wurden im Norden des Landes 30 Menschen bei einem Anschlag getötet, darunter 15 Soldaten und vier freiwillige Kämpfer. Vor etwa einer Woche überfielen mutmaßliche Extremisten im Westen des Landes eine Gruppe Soldaten und töteten zwölf von ihnen. Das schlecht ausgerüstete und schlecht ausgebildete Militär hat Mühe, der Gewalt Einhalt zu gebieten, und die sich verschlechternde Sicherheitslage hat zu Unruhen geführt.

Bei verbreiteten Protesten wurde die Regierung im Juli zu einem härteren Vorgehen aufgefordert. Präsident Roch Marc Christian Kaboré entließ daraufhin seine Minister für Verteidigung und Sicherheit und ernannte sich selbst zum Verteidigungsminister. Die Opposition kritisierte, die Regierungsumbildung reiche nicht aus.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 19. August 2021 um 01:20 Uhr.