VW-Chef Martin Winterkorn | Bildquelle: AFP

VW-Chef will Abgas-Skandal aufklären Winterkorn lehnt Rücktritt ab

Stand: 22.09.2015 21:16 Uhr

VW-Chef Winterkorn bleibt trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte im Amt. Er entschuldigte sich für das Fehlverhalten und versprach Aufklärung. Die Vorwürfe soll auch eine neue Kommission des Verkehrsministeriums prüfen. Zudem tagte das Präsidium des Aufsichtsrats.

VW-Chef Martin Winterkorn tritt wegen der Manipulationsvorwürfe bei den Abgaswerten von Diesel-Fahrzeugen nicht zurück. Stattdessen bat er in einer Video-Botschaft um Entschuldigung und kündigte eine Aufklärung der Vorwürfe an.

VW-Chef Winterkorn lehnt Rücktritt ab
tagesthemen 22:15 Uhr, 22.09.2015, Carsten Wagner, NDR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

"Die Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren unseres Konzerns widersprechen allem, für was Volkswagen steht", sagte er in dem Video, das auf der VW-Webseite veröffentlicht wurde. "Wir klären das auf." Es wäre aber falsch, so Winterkorn, wenn wegen der schlimmen Fehler einiger weniger die ehrliche Arbeit von 600.000 Menschen unter Generalverdacht gerate. "Deshalb bitte ich um ihr Vertrauen auf unserem weiteren Weg", fügte der Konzernchef hinzu. Eine solche Manipulation dürfe es nie wieder geben. Winterkorn betonte: "Ich entschuldige mich in aller Form bei unseren Kunden, bei den Behörden und der gesamten Öffentlichkeit für das Fehlverhalten."

Am Abend kam das Präsidium des VW-Aufsichtsrats zu einer Sitzung zusammen, wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr. Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" tagte das Gremium in Gegenwart von Topmanagern des Konzerns. Nach dem Ende der Sitzung wurde zunächst nichts bekannt über mögliche Beschlüsse. Das Treffen soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

Winterkorn ist wegen des Skandals unter Druck geraten. Der Konzern räumte ein, dass elf Millionen Fahrzeuge weltweit mit der Software ausgestattet seien, die die Manipulationen der Abgaswerte erlaube. Nachdem VW wegen der befürchteten Strafzahlungen und Klagen am Morgen eine Gewinnwarnung ausgesprochen und eine Rückstellung von 6,5 Milliarden Euro angekündigt hatte, verlor die Aktie des Konzerns rund 20 Prozent an Wert.

Stefan Wolf, HR, zum Kursfall der VW-Aktie
tagesschau 17:00 Uhr, 22.09.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Rufe nach personellen Konsequenzen

Die Forderungen nach personellen Konsequenzen wurden vor diesem Zusammenhang im Laufe des Tages lauter. Vor solchen Konsequenzen sei aber eine gründliche Aufklärung notwendig, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister und VW-Aufsichtsrat Olaf Lies im Deutschlandfunk. Niedersachsen spielt als Großaktionär mit einem VW-Anteil von 20 Prozent eine wichtige Rolle bei dem Unternehmen. Zur Frage, ob Winterkorn angesichts der jüngsten Entwicklungen zurücktreten müsse, äußerte sich der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil zurückhaltend. Er wolle den anstehenden intensiven Beratungen im Aufsichtsrat nicht vorgreifen, sagte er. Am Freitag tritt der vollständige VW-Aufsichtsrat zusammen.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte ebenfalls personelle Konsequenzen nach Aufklärung aller Vorwürfe. "Und dies werden keine Sachbearbeiter sein, das kann ich Euch versichern", schrieb er in einem Brief an die Belegschaft, aus dem die "Bild"-Zeitung zitierte. "Wir werden nicht akzeptieren, dass Manipulationen den Ruf der VW-Beschäftigten als exzellente Autobauer beschädigen."

Dobrindt richtet Kommission ein

Auch politisch wächst der Druck auf den VW-Konzern. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt setzte eine Untersuchungskommission unter Leitung des Verkehrsstaatssekretärs Michael Odenwald ein. Dieser soll noch diese Woche nach Wolfsburg reisen und Unterlagen einsehen. Beteiligt sei auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). "Unsere Kommission wird untersuchen, ob die betreffenden Fahrzeuge innerhalb der bestehenden deutschen und europäischen Vorschriften gebaut und geprüft worden sind - und ob dies konform mit den Fahrzeugzulassungen geschehen ist", erklärte Dobrindt. Seinen Angaben zufolge sicherte VW die volle Kooperation mit der Kommission zu.

Darstellung: