Ein mobiler Funkmast der Deutschen Telekom steht auf einem Hügel in Kleßen-Görne. | picture alliance/dpa

Gemeinsam gegen Funklöcher Telekom und Vodafone schließen "graue Flecken"

Stand: 22.03.2022 09:51 Uhr

Mehr Netz für die Kunden: Durch die Zusammenarbeit der Netzbetreiber landen Mobilfunknutzer in Deutschland nicht mehr so oft im Funkloch. Seit dem Sommer wurden 2000 "graue Flecken" geschlossen.

Noch immer gibt es zahlreiche Funklöcher in Deutschland - selbst wenn ein Bereich von einem oder zwei der drei Netzbetreiber abgedeckt wird. Das sogenannte "Network Sharing" soll dieses Problem reduzieren. Dadurch, dass ein Netzbetreiber die Mobilfunkantennen des anderen nutzen darf, seien im vergangenem Jahr mehr als 2000 "graue Flecken" geschlossen worden, teilten die Deutsche Telekom und Vodafone mit. Es geht dabei je zur Hälfte um Standorte der Telekom und Vodafone. Wer also zum Beispiel das Telekom-Netz nutzt, hat bundesweit nun gut 1000 Funklöcher weniger.

Als "graue Flecken" werden Flächen bezeichnet, die nur von einem der drei deutschen Netzbetreiber abgedeckt werden. Kunden der anderen beiden haben dort keinen 4G-Empfang. Nach Daten der Bundesnetzagentur vom Januar umfassen die grauen Flecken noch 6,44 Prozent der Fläche Deutschlands. Im Oktober lag der Wert noch 0,36 Prozentpunkte höher.

Die 2000 Standorte seien seit dem vergangenen Sommer aktiviert worden, so die Netzbetreiber. Bis Sommer dieses Jahres sollen rund 1000 weitere hinzukommen.

Telefónica mit im Boot

Die Deutsche Telekom und Vodafone arbeiten schon seit 2020 am Network Sharing. Nach Bedenken des Bundeskartellamts wurde dann auch der dritte große Netzbetreiber Telefónica (O2) in das Bündnis aufgenommen. Die Kooperation mit Telefónica läuft erst an. In den kommenden Monaten würden die ersten Antennen-Standorte aktiviert, so ein Telefónica-Sprecher. Insgesamt würden etwa 2000 eigene Standorte freigegeben - ein Teil davon an die Telekom und ein Teil an Vodafone. Im Gegenzug erhält Telefónica Zugriff auf die gleiche Anzahl von Standorten der Konkurrenz.